Katholische Publizisten fordern Öffentlichkeitsprinzip in der kirchlichen Justiz

Kürten/Köln, 1. Juni 2021: Die Gesellschaft Katholischer Publizisten Deutschlands (GKP) fordert nach der jüngsten Reform des kirchlichen Strafrechts durch Papst Franziskus auch eine Überarbeitung des Prozessrechts. Die am 1. Juni veröffentlichten Neuerungen im Gesetzbuch der katholischen Kirche (CIC) leisteten „einen entscheidenden Beitrag zu besseren rechtsstaatlichen Standards in der katholischen Kirche“, hebt der GKP-Vorsitzende Joachim Frank hervor. Allerdings fänden kirchliche Prozesse auch künftig grundsätzlich unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. „Zu einer guten Rechtskultur gehört ein transparentes und nachvollziehbares Verfahren“, so Frank. In einer Novelle des Prozessrechts der Kirche müssten daher die Öffentlichkeit von Prozessen zumindest für Vertreterinnen und Vertreter der Medien sowie eine transparente Dokumentation der Entscheidungen und ihrer Gründe sichergestellt werden. Weiterlesen »

GKP trauert um früheres Vorstandsmitglied Ernst Schlögel

Danke, Ernst!
Am Pfingstsonntag hat Ernst Schlögel diese Welt verlassen. Am Tag vorher konnte ich mich von ihm noch telefonisch verabschieden. Was sagt man einem guten Freund, im Wissen, dass es das letzte Telefonat sein wird? Er war schon sehr schwach, aber die Erinnerung an unsere gemeinsame Zeit in der GKP hat ihm noch ein Lächeln entlockt. Ja, es war eine gute Zeit! Weiterlesen »

GKP fordert Eintreten der Kirche für Freiheit der Medien

Erklärung der GKP zum Internationalen Tag der Pressefreiheit

"Broken filter!" by -AX- is licensed with CC BY-NC 2.0. To view a copy of this license, visit https://creativecommons.org/licenses/by-nc/2.0/Köln/Kürten (2. Mai 2021). Die Gesellschaft Katholischer Publizisten Deutschlands hat Angriffe auf Journalistinnen und Journalisten als Gefahr für die ganze Gesellschaft verurteilt. „Die Zunahme körperlicher und verbaler Gewalt gegen Medienleute auch in Deutschland ist der deutlichste Ausdruck für eine Entwicklung, der Politik, Zivilgesellschaft und insbesondere auch die Kirche entschieden entgegentreten müssen“, erklärt der GKP-Vorstand zum Internationalen Tag der Pressefreiheit am 3. MaiWeiterlesen »

GKP warnt vor Gefährdung der Pressefreiheit in der katholischen Kirche

Kritik an Äußerungen des Passauer Bischofs Oster zur Finanzierung kirchlicher Medien

Porträtfoto von Bischof Stefan Oster, GKP-Jahrestagung 2017 in Passau. Foto: Karl GrünerKöln/Kürten, 21. April 2021. Die Gesellschaft Katholischer Publizisten Deutschlands (GKP) sieht in jüngsten Äußerungen des Passauer Bischofs Stefan Oster eine Gefahr für die Pressefreiheit innerhalb der katholischen Kirche. „Wer die Verbreitung unliebsamer Inhalte zum Anlass nimmt, die Finanzierung kirchlicher Medien infrage zu stellen, offenbart ein vormodernes, autoritäres und dirigistisches Verständnis von Kommunikation“, sagte der GKP-Vorsitzende Joachim Frank.

Oster hatte sich auf „Facebook“ gegen die öffentliche Kritik der Tübinger Dogmatikerin Johanna Rahner am Ausschluss der Frauen von den Weiheämtern in der katholischen Kirche verwahrt. Besonders wandte sich Oster in diesem Zusammenhang gegen den Begriff des Rassismus und monierte die Verbreitung von Rahners Vorwurf durch die Katholische Nachrichten-Agentur (KNA) und das Internetportal katholisch.de. Es wirke „beinahe grotesk“, dass „wir Bischöfe“ der Verwendung von Kirchensteuermitteln „für die Finanzierung bestimmter Medien“ zustimmten, die „eine große Bühne“ ermöglichten, „auf der wir selbst als Rassisten bezeichnet werden dürfen“, schrieb Oster. Weiterlesen »

GKP begrüßt überarbeitete Bedingungen für Gutachten-Einsicht

Köln/Kürten, 25. März 2021. Die Gesellschaft Katholischer Publizisten Deutschlands (GKP) begrüßt die Entscheidung des Erzbistums Köln, das Reglement für die Einsichtnahme in das Rechtsgutachten der Kanzlei Westpfahl Spilker Wastl (WSW) deutlich anzupassen. Die überarbeitete Fassung eines „Merkblatts“, das Journalistinnen und Journalisten sowie anderen Interessierten zur Unterschrift vorgelegt wird, enthält jetzt kein ausdrückliches Verbot von Zitaten mehr. Auch Abschriften sind nicht mehr untersagt. „Es ist erfreulich, dass das Erzbistum Köln auf solche Eingriffe in die Pressefreiheit und die Arbeit der Medien verzichtet hat“, sagte der GKP-Vorsitzende Joachim Frank. Er zeigte Verständnis für das Ansinnen des Erzbistums, auf die Rechtsposition seiner Anwälte zu äußerungsrechtlichen Bedenken gegen das WSW-Gutachten aufmerksam zu machen. „Es gehört selbstverständlich zur Professionalität journalistischer Arbeit, die Zulässigkeit von Veröffentlichungen zu prüfen und juristisch wie journalistisch zu bewerten“, sagte Frank. Weiterlesen »

GKP und DJV fordern Änderung der Regularien für Offenlegung des Münchner Missbrauchsgutachtens

Journalistenverbände kritisieren Eingriffe in Pressefreiheit

Kölner Dom bei Nacht

Köln/Kürten.  Die Gesellschaft Katholischer Publizisten Deutschlands (GKP) und der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) kritisieren die Regularien des Erzbistums Köln für die Einsichtnahme in das bislang unter Verschluss genommene Rechtsgutachten der Kanzlei Westpfahl Spilker Wastl zum Umgang der Kölner Bistumsleitung mit Fällen sexuellen Missbrauchs.

Ein „Merkzettel“, den Journalistinnen und Journalisten vor der Einsicht in das Gutachten unterschreiben sollen, verbietet nicht nur Fotografien, Scans oder Abschriften aus dem – laut Erzbistum mit äußerungsrechtlichen Mängeln behafteten - Text, sondern untersagt auch Zitate. „Diese Verbote greifen in das Grundrecht auf freie Information ein und bauen völlig ohne Not juristische Risiken für die Berichterstattung auf“, erklärt der Vorstand der GKP. „Auf Art und Umfang persönlicher Notizen der Journalistinnen und Journalisten Einfluss nehmen zu wollen, ist ein nicht hinnehmbarer Eingriff in die Pressefreiheit.“

Der DJV-Vorsitzende Frank Überall ruft das Erzbistum auf, endlich Transparenz zu üben. „Erneut erweckt das Erzbistum Köln den Eindruck, kritische Berichterstattung über das Gutachten zu Missbrauchsfällen in der katholischen Kirche einzuschränken. An dem Thema hat die Öffentlichkeit ein berechtigtes großes Interesse. Medien müssen berichten dürfen.“

GKP und DJV fordern die Rücknahme des generellen Zitatverbots sowie der Beschränkung von Exzerpten. Zudem müsse der „Merkzettel“ klarstellen, dass die dort gemachten Auflagen nicht für Informationen gelten, die den Journalistinnen oder Journalisten bei anderer Gelegenheit zur Kenntnis gelangen. Weiterlesen »

Katholischer Medienpreis 2021 ausgeschrieben - Erstmals eigene Kategorie "Internet"

Bis zum 12. April 2021 können sich Journalistinnen und Journalisten aus Fernsehen, Hörfunk, Online und Printmedien um den 19. Katholischen Medienpreis bewerben. Ausgezeichnet werden Beiträge, die die Orientierung an christlichen Werten sowie das Verständnis für Menschen und gesellschaftliche Zusammenhänge fördern, das humanitäre und soziale Verantwortungsbewusstsein stärken und zum Zusammenleben unterschiedlicher Gemeinschaften, Religionen, Kulturen und Einzelpersonen beitragen. Journalisten sollen durch den Preis zu einer qualitäts- und wertorientierten Berichterstattung motiviert werden. Weiterlesen »

Datenschutz für Medien und Vereine verbessern

Katholische Publizisten bringen Vorschläge zur Verbesserung des kirchlichen Datenschutzrechts ein

Ein Schloss vor blauem Tor

Die Gesellschaft Katholischer Publizisten Deutschlands e. V. (GKP) fordert Verbesserungen im kirchlichen Datenschutzrecht für Medien, Öffentlichkeitsarbeit und Vereine. In einer Stellungnahme anlässlich der Evaluierung des Gesetzes über den kirchlichen Datenschutz ruft der Verband die kirchlichen Gesetzgeber auf, bei der Überprüfung auch Belange der Meinungsfreiheit und der Anwendbarkeit in ehrenamtlich getragenen Organisationen zu berücksichtigen. „Ein wirksamer Datenschutz muss auch für Vereine und Verbände umsetzbar sein – und er muss sorgfältig mit anderen Grundrechten wie der Meinungsfreiheit austariert werden”, so der GKP-Vorsitzende Joachim Frank. Weiterlesen »

Virtuelle GKP-Veranstaltungen

Es dauert wohl noch eine Weile, bis das normale Verbandsleben wieder Fahrt aufnehmen kann: Die Jahrestagung und viele Regionalgruppen-Termine sind bereits ausgefallen. Um die veranstaltungsfreie Corona-Zeit zu überbrücken, hat der Vorstand eine Lizenz des Videokonferenzsystems Zoom angeschafft, um virtuelle Veranstaltungen anbieten zu können.

Seit Mai bieten wir in der Regel zwei Veranstaltungen pro Monat an. Die kommenden Termine veröffentlichen wir hier.

Druckausgabe der GKP-Informationen verzögert sich

Der Versand der Druckausgabe der GKP-Informationen für Februar verzögert sich  aus innerbetrieblichen Gründen voraussichtlich bis 15. Februar. Wir bitten dies zu entschuldigen. Die Online-Version kann jedoch als PDF-Datei heruntergeladen werden: Download.

 

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