Eckpunkte: Richtig reden

Pater Christof Wolf, Geistlicher Beirat der GKP, über die Kraft der Sprache:

Wer viel Filme in Originalsprache anschaut, macht die Erfahrung, dass es in der englischen Sprachwelt ganz verschiedene Dialekte gibt, die oft schwer zu verstehen sind. In Western herrscht meist der texanische Akzent vor, je nach Schauplatz gibt es aber auch die typischen Ostküsten- (Kalifornien) oder Westküsten-Akzente (New York). In London lief vor Jahren einmal ein Film eines schottischen Regisseurs mit englischen Untertiteln – allerdings nur während der ersten zwanzig Minuten. Danach blieben sie ausgeblendet, und alsbald verließen erstaunlich viele Zuschauer das Kino. Für den Studenten jedoch, der nur mit seinem Schulenglisch gewappnet gerade ein Studienjahr in London begonnen hatte, waren die schottischen Dialoge kein Grund zu gehen. Schließlich gehört das Nicht-Verstehen zu den normalen Frustrationen beim Erlernen einer Sprache. Und ein Film erzählt ja Geschichten auf ganz vielen Ebenen, nicht nur durch die Sprache. Obwohl diese zuweilen selbst zum Thema werden kann, etwa in dem mit fünf Oscars bedachten Film „The King's Speech“, den der in London geborene Tom Hoopers inszenierte. Weiterlesen »

Abenteuer Journalismus: Ulrich Ruh in der Sowjetunion

Ulrich Ruhs größtes journalistisches Abenteuer war die Berichterstattung über die 1000 Jahr-Feier der Russisch-Orthodoxen Kirche in Moskau 1988.
Ruh, 1950 in Elzach (Schwarzwald) geboren, war nach dem Studium der Katholischen Theologie und Germanistik in Freiburg und Tübingen von 1974 bis 1979 Assistent am Lehrstuhl von Karl Lehmann und hat bei ihm mit einer Arbeit über Begriff und Problem der Säkularisierung promoviert. Von 1979 bis 1991 war er Redakteur der „Herder Korrespondenz“, von 1991 bis 2014 dann deren Chefredakteur. Im März 2015 ernannte ihn die Universität Freiburg zum Honorarprofessor, im Oktober 2015 wurde er Dr. theol. h.c. in Erfurt.
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Regionalgruppe München besucht Kloster Beuerberg

13.07.2016

Ein Kloster, mehr noch dessen Klausurbereich,  hat etwas Geheimnisvolles.  Hinter Mauern öffnet sich nicht selten ein von der übrigen  Welt abgetrennter Kosmos.  Wer einen Blick in diese verborgene Sphäre werfen möchte, der hat im Kloster Beuerberg vor den Toren Münchens derzeit Gelegenheit dazu. Seit Kardinal Marx die Ausstellung „Klausur“ zu Pfingsten eröffnet hat, stößt die ungewöhnliche Schau, die im Oktober ihre Pforte wieder schließen wird,  auf großes Publikumsinteresse. Zu den Eigenheiten der Ausstellung gehört, dass im Klostershop Originale der einstigen Schwestern verkauft werden: Servietten, Tafelgeschirr, Bettwäsche, Schlüssel, Bastelarbeiten…. Weiterlesen »

Abenteuer Journalismus: Martin Blach "vermarktet" Kloster Eberbach

Martin Blach, Theologe und Fachmann in Betriebswirtschaft und Marketing/PR, ist Geschäftsführender Vorstand der Stiftung Kloster Eberbach. "Sein" Kloster, das schon Gefangenenlager, Psychiatrie und nun Schauplatz von DSDS war, zu vermarkten, ist sein journalistisches Abenteuer:

Es ist besonderes Glück, an diesem 900 Jahre alten Ort arbeiten zu dürfen. Seit acht Jahren helfe ich als Geschäftsführender Vorstand, Kloster Eberbach zu erhalten und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Ein Traumjob und zugleich ein Kampf, ohne in Betrieb und Unterhalt staatlich subventioniert zu sein täglich fast 10.000 Euro an Kosten zu stemmen. Ohne kreative Vermarkung geht da nichts. Weiterlesen »

Informativ und unterhaltsam in der jüdischen Gemeinde

Köln, Roonstraße. Poller auf der Bürgersteigkante, gegenüber im Eingang des Parks ein Polizeiauto. Sicherheit muss sein, denn es ist die Adresse der orthodoxen jüdischen Gemeinde, dieses Mal Treffpunkt der GKP-Region Köln-Bonn. Die Sicherheitsprüfung am Eingang ist von Vertrauen geprägt, strenge Kontrolle sähe anders aus. Aber die Führung von Israel Meller, Sekretär des Rabbinats der Synagogen-Gemeinde Köln sowie Sekretär der Orthodoxen Rabbinerkonferenz Deutschland, ist ohnehin darauf aus, zwar viele Informationen zu vermitteln, vor allem aber Sympathien zu wecken. Weiterlesen »

Eckpunkte: Kleine Heilsgeschichte

Pater Christof Wolf, Geistlicher Beirat der GKP, über das Sterben und das Bereuen:

Acht Jahre lang hat die australische Autorin Bronnie Ware als Palliativpflegerin Todkranke in deren letzten Wochen begleitet. Es war ihr ein Anliegen, die dabei gemachten Erfahrungen mit Anderen zu teilen. Denn bei ihren intensiven Gesprächen mit den Sterbenden hatte sich manches herauskristallisiert, was viele Menschen zu einer besseren Gestaltung ihres eigenen Lebens inspirieren könnte, meinte sie. In ihrem Buch „The Top Five Regrets of the Dying“ erzählt sie denn auch von jenen fünf Antworten, die sie auf die Frage, was ihre Patienten rückblickend lieber anders gemacht hätten, am häufigsten zu hören bekam: 1. Ich wünschte, ich hätte den Mut gehabt, mein eigenes Leben zu leben. 2. Ich wünschte, ich hätte nicht so viel gearbeitet. 3. Ich wünschte, ich hätte den Mut gehabt, meine Gefühle auszudrücken. 4. Ich wünschte, ich wäre mit meinen Freunden in Kontakt geblieben. 5. Ich wünschte, ich hätte mir erlaubt, glücklicher zu sein. Weiterlesen »

GKP-Region Südwest: Pressegespräch mit Militärdekan Michael Gmelch

06.06.2016

Die GKP Region Südwest trifft sich zur nächsten Regionalveranstaltung Anfang Juni in Karlsruhe.

Anlass ist ein Pressegespräch mit Militärdekan Dr. Dr. Michael Gmelch, der  am Einsatz der Deutschen Marine „Humanitäre Hilfe zur Rettung von in Seenot geratenen Flüchtlingen im Mittelmeer“  teilgenommen hat. Über seine Erfahrungen hat Gmelch zunächst in Zeitschriften wie „Stimmen der Zeit“ und „Christ in der Gegenwart“ veröffentlicht und dann ein Buch geschrieben: „Refugees welcome – eine Herausforderung für Christen“, veröffentlicht im Echter-Verlag. Auf einem Rettungsschiff und auf Lampedusa ist Gmelch den verzweifelten Menschen begegnet, die vor Krieg und Terror geflohen waren. Weiterlesen »

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