Eckpunkte: Gott und die Welt

Pater Christof Wolf, Geistlicher Beirat der GKP, über die Bedeutung von Beziehungen:

Wie können wir uns Gott und sein Verhältnis zur Welt vorstellen? Es gibt die klassischen Gottesattribute Allmacht, Allgüte und Allwissenheit, aber wie steht Gott zu dem, was wir nur als unwiederbringlich Verrinnendes kennen, zur Zeit? Muss man sich Gott außerhalb dieser Zeit, also ewig denken? Dann fallen aus Gottes zeitloser Perspektive Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft in eins. Gott „sieht“ alles auf einmal und ruht vollkommen in sich selbst. Folglich ist die Welt abhängig von Gott, aber Gott nicht von der Welt. Wenn es jedoch nur eine Einbahnstraße zu Gott gibt, wie kann Gott dann in der Welt wirken? Und wenn Gott ohnehin alles im Voraus weiß, sind wir dann nicht göttliche Marionetten? Ist Gott eine Art großer Mechaniker, der hier und da ein paar Schrauben justiert? Was heißt bei einem so gedachten Gott überhaupt menschliche Freiheit? Kann eine Marionette, selbst eine von Gott gelenkte, noch Verantwortung für ihr eigenes Handeln übernehmen? Und war dann die Verkündigung des Engels Gabriel an Maria schlicht autoritäre Rhetorik? Weiterlesen »

Die Macht der strategischen Kommunikation

Die Macht der strategischen Kommunikation ist das Thema der diesjährigen Jahrestagung des Netzwerks Medienethik am 18. und 19. Februar in München. Eingeladen zu dieser Fachtagung sind medienethisch und kommunikationsethisch Interessierte aus Praxis und Wissenschaft. Gesprächspartner auf den Podien sind unter anderem die Journalisten Thomas Leif (SWR) und Stefan Kornelius (Süddeutsche Zeitung) sowie der Kommunikationswissenschaftler Günter Bentele. Am 18. Februar laden die Organisatoren zu einer öffentlichen Abendveranstaltung mit dem Kampagnen- und Strategieberater Julius van de Laar ein, der in den Präsidentschaftswahlkämpfen 2008 und 2012 im Team von Barack Obama mitgearbeitet hatte. Van de Laar stellt sich unter der Überschrift "Wahlkampf, Propaganda, Big Data" den Fragen von Medienethik-Profesor und GKP-Mitglied Aleaxander Filipovic.

Weitere Informationen gibt es auf der Tagungswebsite: http://tagung2016.netzwerk-medienethik.de

 

Erklärung des GKP-Vorstandes zur Medienpolitik in Polen

Bergisch Gladbach - Die GKP verfolgt mit Sorge die medienpolitischen Entwicklungen in Polen. Der GKP-Vorstand erklärt nach seiner Klausur am Wochenende (15./16. Januar 2016) in Bensberg: „Wir teilen die Befürchtung vieler polnischer Kolleginnen und Kollegen sowie Bürgerinnen und Bürger, dass die neue Regierung sich einen ihr genehmen Staatsfunk schafft, indem sie Mitarbeiter auf Leitungsebene und mit Programmverantwortung austauscht. Wir treten allen Versuchen – auch in anderen Ländern – entgegen, Medien im Sinne einer gelenkten Demokratie zu instrumentalisieren. Als katholische Publizisten sind wir überzeugt, dass Wahrheit nur im freien Meinungsaustausch und Ringen der Argumente gefunden werden kann. Die Freiheit ist ein zentraler Wert der katholischen Soziallehre. Sie ist aufs Engste mit der Würde der Person verbunden und eine Voraussetzung für das Gemeinwohl. Wir appellieren an katholische Bischöfe und Laienvertreter in Deutschland, hierüber das Gespräch mit ihren polnischen Partnern zu suchen.“ Weiterlesen »

Abenteuer Journalismus: Siegbert Kleins Erfahrungen mit dem Presserat

Siegbert Klein (63) hat Mathematik und Physik studiert, war sieben Jahre an Gymnasien tätig und freier Journalist. 1986 wurde er Pressesprecher der Deutschen Schönstattbewegung. Seit 1988 ist er Redakteur der Kirchenzeitung für das Erzbistum Köln und seit 1996 dort Chef vom Dienst. Er ist verheiratet und Vater von drei erwachsenen Kindern.

Siegbert Klein schildert in der Rubrik "Abenteuer Journalismus" in den GKP-Informationen seine Erfahrungen mit dem Deutschen Presserat.

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GKP Südwest bei Nils Schmid

Der SPD-Spitzenkandidat für die Landtagswahl in Baden-Württemberg, Nils Schmid, empfing elf GKP-ler der Region Südwest, zusammen mit dem Ökumenischen Presseclub, zum Hintergrundgespräch am 16. Dezember 2015  in Stuttgart. Schmid war der zweite Spitzenpolitiker der Landespolitik in der GKP-Runde, nachdem wir im Sommer bereits CDU-Bewerber Guido Wolf kennengelernt haben. Weiterlesen »

Region Rheinland: Manchmal brauchen wir einen Kompass

Schwester Miriam Arens aus Ghana fesselt Teilnehmer aus der GKP-Rheinland-Gruppe mit Eindrücken aus 25 Jahren der Sterbebegleitung im Johannes-Nepomuk Haus in Köln, das sie gegründet hat. Foto: Karla Sponar

„Was können wir für Sie tun?“ begrüßt Miriam Arens den neuen Mitbewohner im Kreis. Im Durchschnitt bleiben die Neuen rund 22 Tage dabei. Es ist die letzte Station nach dem Krankenhaus. Wer von dort kommt, wurde mit dem Hinweis verabschiedet mit den Worten „... können nichts mehr für Sie tun“. Deshalb machen sich diejenigen, die zu Schwester Miriam kommen, in der Regel keine Illusionen. Ihnen kann keiner mehr helfen. Weiterlesen »

Eckpunkte: Was bleibt?

Pater Christof Wolf, Geistlicher Beirat der GKP, über das beeindruckende Zeugnis von Navid Kermani:

Gerne wird am Jahresende zurückgeschaut. Viele Kollegen und Kolleginnen gehen in den Redaktionen das alte Jahr noch einmal durch. Was bleibt von 2015? Nur die ganz großen Schrecken wie das Januar-Attentat von Paris? Das Diktum der Kanzlerin: „Wir schaffen das?“ Die VW-Affäre - oder gar der da und dort als deren Folge-Erscheinung prophezeite Niedergang der deutschen Wirtschaft? In der Fülle der wechselnden Nachrichten das vielleicht Dauerhafte zu erkennen fällt schwer. Fast immer hat man den Eindruck, wir steckten in einer Krise. Umso tröstlicher, dass in den Feuilletons ein ganz anderes Ereignis Schlagzeilen machte: die Verleihung des Friedenspreises des deutschen Buchhandels an den Schriftsteller und Orientalisten Navid Kermani für sein Buch „Ungläubiges Staunen: Über das Christentum“. Ein wahrhaft erstaunliches Werk: Da schreibt ein Muslim auf 300 Seiten eine Liebeserklärung an eine andere Religion. Staunenswert ist nicht nur der reiche Wissensfundus, aus dem Kermani scheinbar mühelos schöpfen kann, sondern überhaupt seine unbefangene Art, sich in die katholische Bilderwelt zu versenken, deren Darstellungen heiliger und gar göttlicher Personen ihm vollkommen fremd sein müssen, da doch im Islam striktes Bilderverbot herrscht. Wobei Kermani gerade das Fremde als besonders inspirierend empfindet, weil er es bewundern darf, ohne den geringsten Schatten von Selbstgefälligkeit. Die Liebe zum Eigenen dagegen, sagt er, erweise sich in der Selbstkritik. Vorbehaltlos verlieben könne man sich nur in das Andere. Weiterlesen »

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