Berliner GKP zu Gast beim koptischen Bischof

24.03.2017

Bischof Damian im GesprächEr ist ein Bischof, der einfach immer ansprechbar ist und den Menschen lächelnd begegnet – bei allen Sorgen in seinem Heimatland. Und so empfing Bischof Damian, Oberhirte der koptischen Christen in Deutschland, am 14. März sieben Mitglieder der Berliner GKP-Regionalgruppe mit großer Herzlichkeit. Auch aus der Gemeinde hörten einige Kopten zu. Weiterlesen »

Eckpunkte: Silence

Pater Christof Wolf, Geistlicher Beirat der GKP, über Glaubenseifer, Hoffnung und das Schweigen Gottes:

Kein Bild, nur Schwarz und ein paar Sekunden lang ein Geräusch. Abrupt bricht es ab: Stille. Aufblende: Macao, China, anno 1638. Sebastião Rodrigues (Andrew Garfield) und Francisco Garupe (Adam Driver), zwei junge portugiesische Jesuitenpatres, verhandeln mit ihrem Provinzial, ob sie nach Japan gehen dürfen – in geheimer Mission, versteht sich, denn seit 1614 ist dort das Christentum strengstens verboten. Im Zuge der Christenverfolgung sei auch ihr Mitbruder und ehemaliger Mentor Pater Cristóvão Ferreira (Liam Neeson) gefoltert worden und vom Glauben abgefallen, heißt es. Er arbeite nun sogar für das Shogunat. Die beiden können das nicht glauben und wollen selber nachforschen, wohl wissend, dass es eine Reise ohne Wiederkehr sein wird. Nach abenteuerlicher Überfahrt auf einer japanischen Insel gelandet, werden sie von Christen, die im Geheimen ihren Glauben praktizieren, zwar freudig empfangen, aber die Lage ist so gefährlich, dass sich die Patres ständig verstecken müssen. Das Shogunat ist überall. Es zwingt die als Christen Verdächtigten zum „fumie“, zum Bildertreten: Sie müssen den Fuß auf ein Jesus- oder Marienbild setzen und so formal ihrem Glauben abschwören. Mehrere Dorfbewohner, die den Befehl verweigern, werden gekreuzigt. Einer der Märtyrer gibt Rodrigues ein winziges handgefertigtes Kreuz. Rodrigues und Garupe beschließen, auf getrennten Wegen nach Ferreira zu suchen. Beide werden dabei gefangen genommen. Garupe stirbt, ohne seinem Glauben abgeschworen zu haben. Für Rodrigues lässt sich der japanische Inquisitor etwas Besonderes einfallen. Nicht er selbst wird gefoltert, sondern er muss mitansehen, wie japanische Christen gequält werden: Er könne ja deren Leiden ganz einfach beenden, indem er seinem Glauben abschwöre. Das flüstert ihm auch Ferreira zu, den Rodrigues durch einen schlauen Schachzug des Inquisitors wiedergetroffen hat. Und wie dieser vollzieht er das „fumie“ und schwört seinem Glauben ab. Als Rodrigues dreißig Jahre später stirbt, wird er auf buddhistische Art bestattet. Das letzte Bild: das ihm von seiner Frau in die Hand gelegte winzige Kreuz, das er einst von den japanischen Christen geschenkt bekommen hat. Das letzte Geräusch: das Knistern des Bestattungsfeuers. Weiterlesen »

Macht der Glaube einen Unterschied?

Bergisch Gladbach/Passau - Die GKP geht bei ihrer Jahrestagung in Passau vom 30. März bis 01. April 2017 ihrem Bestandsgrund als konfessioneller Berufsverband auf den Grund. Unter dem Titel „Journalist und Christ – Macht der Glaube einen Unterschied?“ werden in Vorträgen, einer Podiumsdiskussion und in verschiedenen Workshops Bewährungsfelder des Christ- und Journalist-Seins thematisiert und diskutiert. „Die Qualität journalistischer Arbeit ist keine Glaubensfrage, sondern Herzenssache“, erklärt der GKP-Vorsitzende Joachim Frank. „Gerade deshalb stellen wir uns der Frage nach dem Glauben in unserer Arbeit. Schließlich ist für katholische Journalisten auch der Glaube eine Herzensangelegenheit.“ Weiterlesen »

Ausschreibung Katholischer Medienpreis 2017

Die Deutsche Bischofskonferenz verleiht zum 15. Mal zusammen mit der Gesellschaft Katholischer Publizisten Deutschlands (GKP) und dem Katholischen Medienverband (KM.) den Katholischen Medienpreis. Der Preis soll Journalistinnen und Journalisten zu qualitäts- und werteorientiertem Journalismus motivieren.
Ausgezeichnet werden herausragende Beiträge aus Hörfunk, Fernsehen, Printmedien oder Internet, die die Orientierung an christlichen Werten sowie das Verständnis von Menschen und gesellschaftlichen Zusammenhängen fördern, das humanitäre und soziale Verantwortungsbewusstsein stärken und zum Zusammenleben unterschiedlicher Gemeinschaften, Religionen, Kulturen und Einzelpersonen beitragen. Weiterlesen »

Ideologiefreie Schulpolitik

Baden-Württembergs Kultusministerin Eisenmann trifft die GKP

Die neue baden-württembergische Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) hat im Gespräch mit der GKP Südwest und dem Ökumenischen Presseclub ein Beispiel ihres ideologiefreien und pragmatischen Politikverständnisses  gegeben. Eisenmann empfing zwölf Teilnehmer des GKP-Südwest-Termins am 2. Februar in ihrem Ministerium.  Dabei zeigte sich auch: Eisenmann ist flink im Denken und Reden. Ihre erfrischende Offenheit ist in einem lange Zeit von Ideologie behafteten Politikbereich bemerkenswert. Dass sie als frühere Stuttgarter Schulbürgermeisterin etwas von ihrem Fach versteht, schadet nicht. Weiterlesen »

Eckpunkte: Die Schuld der anderen

Pater Christof Wolf, Geistlicher Beirat der GKP, über Vorurteile, Schuldzuweisungen und die Sehnsucht nach innerem Frieden:

New York, ein kleiner Raum, heiß und stickig. Der Ventilator geht nicht. Das Öffnen des Fensters bringt keine Erleichterung – im Gegenteil: Draußen ist es noch schwüler. Zwölf Männer kommen herein – zwölf Geschworene. Sie müssen über einen Fall entscheiden. Mord oder kein Mord. Todesstrafe oder Freiheit. Und ihr Urteilsspruch muss einstimmig sein. Ein junger Puertoricaner ist angeklagt, seinen Vater erstochen zu haben. Es scheint eigentlich alles klar zu sein. Der Junge ist schuldig. Die erste Abstimmung: Schuldig, schuldig, schuldig, schuldig … nicht schuldig, schuldig, schuldig. Elf zu eins. Ungläubiges Staunen zeigt sich auf den Gesichtern der Mehrheit. Wieso hat Geschworener Nr. 8 (Henry Fonda) für „nicht schuldig“ gestimmt? Auch wenn es drückend heiß ist – es geht doch um Leben und Tod. Sollte man da nicht wenigstens zehn Minuten darüber reden? Im Laufe der zum Teil sehr hitzigen Debatte kristallisiert sich immer deutlicher heraus, dass die Beweislage einem genauen und unvoreingenommenen Prüfen nicht standhält. Der von Sidney Lumet 1957 gedrehte Film ist eine Sozialstudie der damaligen amerikanischen Gesellschaft. Deren Dynamiken scheinen sich indes nicht wirklich verändert zu haben. Die Mehrheit sucht nach der Bestätigung ihrer Vorurteile, nur eine Minderheit denkt nach und stellt in Frage. „12 Angry Men“ heißt in der deutschen Übersetzung „12 Geschworene“. Heute hätte man den Titel vielleicht mit „12 Wutbürger“ übersetzen können. Weiterlesen »

Frühjahrs-Stammtisch in Bonn

Zahlreiche Mitglieder der Region trafen sich am 13. März 2017 zum traditionellen Frühjahrs-Stammtisch und kollegialen Austausch im griechischen Restaurant „Olive“ in der Nähe des Opernhauses in Bonn.

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