Eckpunkte: Arbeit und Muße

Pater Christof Wolf, Geistlicher Beirat der GKP, über Ruhe, Einsamkeit und Erholung:

Eine der Redewendungen, die im Arbeiter- und Bauernstaat geprägt wurden, hieß: „Freitag ab eins, macht jeder seins“. Das bezog sich nicht etwa auf die Erfahrung, dass Behörden am Freitag nur bis 13.00 Uhr geöffnet hatten, sondern war ein Ausdruck der Mangelwirtschaft. Weil es viele Dinge nicht zu kaufen gab, wurden diese privat am Arbeitsplatz hergestellt. Da die Produktionsmittel ja Volkseigentum waren, hatte man nicht einmal ein besonders schlechtes Gewissen dabei. Und als der Sonnabend kein Arbeitstag mehr war, wurde für manche der Freitagnachmittag zu einer Art Sonnabend. Ob Planwirtschaft oder soziale Marktwirtschaft, einer der wesentlichen Lebensrhythmen ist der Wechsel von Arbeit und Erholung, Alltag und Fest. Unser Siebentage-Rhythmus begründet sich in der Bibel. „Heilige den Sabbat“, lautet das dritte Gebot, das sich schöpfungstheologisch aus dem Buch Genesis herleitet: „Gott segnete den siebten Tag und erklärte ihn für heilig; denn an ihm ruhte Gott, nachdem er das ganze Werk der Schöpfung vollendet hatte.“ (Gen 2,3). Weiterlesen »

Bernhard Beutler ärgert sich schon früh zwischen 7 und 8 Uhr

Dr. phil. Bernhard Beutler (81), Kanadist, in der gkp seit mehreren Jahrzehnten, war u.a. Volontär für kna beim Vatikanischen Konzil, später Pressereferent des Goethe-Instituts e.V., Leiter von Kulturinstituten im Ausland; lebt heute im Ruhestand als Publizist und Kulturberater in München. Auf die Frage, worüber er sich zuletzt in den Medien so richtig geärgert habe, gab er zur Antwort:

Der Ärger beginnt morgens zwischen 7 und 8 Uhr. Da höre ich den Deutschlandfunk, Nachrichten, Presseschau, Themen zum Tage. Im Allgemeinen sehr informativ. Aber kaum ein Tag, an dem man nicht wieder und wieder feststellen muss, dass diese Herren und Damen (wobei Letztere sich meist provokanter gerieren, wie auch in den Talkshows des TV) eigentlich nicht auf Inhalte zielen, sondern primär auf Personalien. In die gleiche Rubrik gehören Riesenfotos von Politikern  in auch angesehenen Printmedien: DIE ZEIT / Süddeutsche etc. – optisches brainwashing! Weiterlesen »

Der Golfball ist sein berufliches Abenteuer

Rainer Lomen, 59, leitet die Redaktion des regionalen Blattes Golf & Business. Zwei Jahrzehnte widmete er sich der Unternehmenskommunikation, war im Marketing aktiv und schrieb für die Wirtschaft Nordhessen, den Titel der Industrie- und Handelskammer.

Es gibt viele Möglichkeiten, sich der Freude am Schreiben zu nähern. Mein Weg hatte mit der Firmung zu tun. „Lasst uns ein Heft machen, in dem wir regelmäßig unsere Sicht der Dinge darstellen!“ So lautete unser Anliegen, als wir uns in der Kasseler Gemeinde St. Marien auf das Sakrament vorbereiteten. „Wir“, das war ein Dutzend Youngster, deren Sendungsbewusstsein im Gegensatz zu ihrer Fähigkeit stand, lesenswerte Texte zu Papier zu bringen. Das Ergebnis wurde monatlich als „Laberus“ vor der Kirche verteilt. Weiterlesen »

In der Mitte fällt die Entscheidung

GKP Südwest bei Wahlforscher Matthias Jung in Mannheim

Matthias Jung hat in seinem Beruf ständig mit Stimmungen zu tun. Der Wahlforscher misst, was die Bürger von der Politik halten, wen sie
wählen wollen, wen sie gut finden. Die Zahlen der Forschungsgruppe Wahlen fließen in das Politbarometer ein – ein regelmäßig wiederkehrendes Ritual mit der berühmt-berüchtigten Sonntagsfrage: Wen würden Sie wählen, wenn am Sonntag Bundestagswahl wäre? Am 19. Juli war die GKP Region Südwest zusammen mit dem Ökumenischen Presseclub Baden-Württemberg bei Jung in Mannheim zu Gast. Weiterlesen »

Region München: Neuer Termin mit Ilse Aigner

18.10.2017

Für das wegen einer Erkrankung von Ilse Aigner abgesagte Hintergrundgespräch mit der bayerischen Wirtschaftsministerin gibt es nun einen Ersatztermin: 18. Oktober 2017 um 18.15 Uhr. Eine Einladung an die Mitglieder der GKP-Regionalgruppe München folgt im September.

Max Kronawitter

Vom Tiber an die Spree – und dann in der GKP

19.07.2017

Pater Max Cappabianca im Gespräch mit GKP-MitgliedernAls letzten Termin vor den Sommerferien war die Berliner Regionalgruppe am 11. Juli bei einem neuen Berliner aus GKP-Reihen zu Gast. Der Dominikaner Max Cappabianca, seit neuerem Leiter der Katholischen Studierendengemeinde Edith Stein in Berlin, empfing uns zum Gespräch. Dabei erläuterte er uns die Zielsetzung des im Jahr 2000 gegründeten Instituts „Marie-Dominique Chenu“ der Dominikaner (www.institut-chenu.eu) im immer noch ziemlich quirligen Prenzlauer Berg, an dem er angesiedelt ist, und schilderte uns seine Erfahrungen aus zehn Jahren in Rom. Weiterlesen »

Klein-Istanbul am Rhein

Mitglieder der Region Rheinland besuchten eine Moschee in der Kölner Keupstraße

Nachdem im vergangenen Jahr der Besuch einer jüdischen Synagoge auf dem Programm der Region Rheinland gestanden hatte, kam der Wunsch auf: Lasst uns doch in diesem Jahr eine Moschee besuchen und mit Glaubensvertretern des Islams sprechen. Doch welche Moschee-Gemeinde kam infrage? In der aufgeheizten politischen Debatte sollte es auf keinen Fall die neue große und architektonisch herausragende DITIB-Zentralmoschee in Köln-Ehrenfeld sein. Ganz bewusst zogen wir daher am 3. Juli ans andere Ende der Stadt – in die wegen des Terroranschlags des NSU 2004 zu trauriger Bekanntheit gelangte Keupstraße in Mülheim. Dort besuchten wir die vergleichsweise kleine und in einem Hinterhof gelegene als liberal und unabhängig geltende ZKB e.V. Ömer-ul Faruk Moschee. Weiterlesen »

AddThis

|||||
Inhalt abgleichen