Eckpunkte: Der Fundraiser

Pater Christof Wolf, Geistlicher Beirat der GKP, über den Alltag eines Jesuiten und Filmemachers und die Ziele von Fundraising:

Oft sind die Leute erstaunt, wenn ich ihnen erzähle, dass wir fast fünf Jahre für den Lassalle-Film gebraucht haben. Dies nicht einfach deshalb, weil die Produktion eines fast zweistündigen Kino-Dokumentarfilms schlicht Zeit braucht, sondern vor allem, weil die Finanzierung immer wieder ins Stocken gerät. Der Alltag eines Filmemachers ist leider nicht hauptsächlich bestimmt von kreativem Drehbuchschreiben, Dreharbeiten und Filmschnitt. Die meiste Zeit nimmt das Beschaffen der finanziellen Mittel und nach Fertigstellung des Filmes dessen Distribution in Anspruch. Das ist aber keineswegs nur mühsam, lernt man doch auf diese Weise viele Menschen kennen, ja geht mit ihnen einen gemeinsamen Weg. Gerade von Leuten, die einen unterstützen, kommen viele sehr gute Ideen für den Film. Oft entstehen langjährige Freundschaften, manchmal kann man auch als Priester etwas Seelsorgliches für sie tun. Sei es Exerzitien geben, ein Kind taufen, Hochzeiten feiern oder in schweren Stunden von Krankheit oder Trauer trösten. Weiterlesen »

Die Region Berlin bei Radio Paradiso

Das Bild zeigt Radio Paradiso-Geschäftsführer Matthias Gülzow im Studio des Senders.

Eigentlich haben wir erst mal nur gestaunt. Darüber, dass und wie es möglich ist, mit einem recht kleinen Team ein Radio-Programm zu machen, das in Berlin seit 1997 einen etablierten Hörerstamm hat. Weiterlesen »

GKP Südwest besucht Forschungsgruppe Wahlen

19.07.2017

Die GKP  Südwest beschäftigt sich im Bundestagswahljahr mit einem wichtigen Politikfeld: Die Region besucht die Forschungsgruppe Wahlen in Mannheim. Dort wird der Vorstand der Forschungsgruppe, Matthias Jung, für ein Gespräch mit der GKP-Region Südwest zur Verfügung stehen. Die Forschungsgruppe versorgt das ZDF mit dem Politbarometer und Wahlanalysen. Wie kommen solche Zahlen zur politischen Lage im Land zustande? Was sagen sie aus und was sagen sie nicht aus? Inwieweit wird mit Zahlen und Umfragen auch Politik gemacht? Wie hängen Umfragen und tatsächliches Wählerverhalten zusammen? Wie hat sich die Arbeit der Meinungsforscher im Zeltalter digitaler Medien verändert? Matthias Jung wird auf diese und andere Fragen Antworten geben. Weiterlesen »

Eckpunkte: Vom Gewissen des Herzens

Pater Christof Wolf, Geistlicher Beirat der GKP, über Vergebung, Hass, Hoffnung und die Wahrheit :

Quedlinburg 1919: Anna (Paula Beer), eine junge Frau in Trauerkleidung, ist auf dem Weg zum Friedhof. Sie besucht das Grab ihres Verlobten Frantz, der im Krieg gefallen ist. Liebevoll legt sie frische Blumen auf das Grab. Ihr Schmerz über den Verlust des Geliebten ist groß. Jeden Tag besucht sie sein Grab. Eines Tages liegt da bereits ein Strauß Rosen, als sie kommt. Verwundert erkundigt sie sich, wer den hingelegt haben könnte, sieht schließlich einen Fremden trauernd dastehen am Grab. Es ist Adrien (Pierre Niney), ein junger Franzose, mit dem Frantz anscheinend während seiner Studienzeit in Paris befreundet war. Zögernd nimmt Anna ihn mit zu Frantz' Eltern, weiß sie doch, dass diese in jedem Franzosen den potenziellen Mörder ihres Sohnes sehen. Als Adrien jedoch von den gemeinsamen Erlebnissen mit Frantz zu erzählen beginnt, bricht langsam das Eis. „Haben Sie keine Angst, uns glücklich zu machen,“ sagt die Mutter, als Adrien zunächst zögert, die Geige, auf der Frantz einst spielte, virtuos zum Klingen zu bringen. Adrien wird für die Hoffmeisters fast so etwas wie ein wiedergefundener Sohn, und auch für Anna scheint er mehr zu sein als einfach ein guter Freund. Doch die beinah idyllische Zeit endet abrupt, als Adrien nach Paris zurückzukehren beschließt und am Vorabend seiner Abreise in einem Ausbruch von Verzweiflung Anna den wahren Grund seines Hierseins enthüllt. Er war gar nicht der beste Freund von Frantz, sondern ist ihm als Soldat im Schützengraben begegnet und hat ihn erschossen. Weiterlesen »

Eva Maria Lerch: Leib-Seele-Gespräch

Eva-Maria Lerch (59) ist Redakteurin im Ressort „Leben und Kultur“ der kritisch-christlichen Zeitschrift Publik-Forum. Sie studierte kath. Theologie und Anglistik in Münster, war Volontärin bei der „Münsterschen Zeitung“, später Redakteurin im Pressezentrum des Bundestags und freie Journalistin. Sie ist verheiratet, hat drei erwachsene Kinder und lebt in Wetzlar.

Hier schreibt sie für die GKP-Informationen über ihr Abenteuer im Beruf:

Manchmal passiert ja so was: Man rödelt in der Redaktion so vor sich hin, da fällt eine Randbemerkung - und plötzlich ist eine neue Idee im Raum. So ging es mir im Frühjahr mit dem Kriminologen Christian Pfeiffer, den ich am Telefon in fünf knappen Fragen zu einer Studie über häusliche Gewalt interviewte. Am Ende fragte ich höflich, ob er ein Belegexemplar wünsche. „Das brauche ich nicht“, antwortete Christian Pfeiffer. „Ich habe Publik-Forum selbst abonniert, denn ich bin engagierter Protestant und steige bisweilen auch auf die Kanzel.“ Weiterlesen »

Aus Rom nach Berlin - ein Berliner Gespräch

11.07.2017

Die Regionalgruppe Berlin hat personelle Verstärkung bekommen. Und die vergangenen zehn Jahre unseres Neu-Mitglieds (bei Radio Vatikan und in der Ostkirchenkongregation) waren so interessant, dass wir uns darüber austauschen wollen. Pater Max Cappabianca, Dominikaner und seit April Hochschulseelsorger in der Hauptstadt, steht uns am 11. Juli 2017 um 17.30 Uhr Rede und Antwort. Weiterlesen »

Eckpunkte: Schmetterling und Taucherglocke

Pater Christof Wolf, Geistlicher Beirat der GKP, über aufrichtige Liebe, andauernde Treue und einen neu erwachten Lebenswillen:

Aus einem blinzelnden Auge blicken wir in ein Krankenzimmer. Die Ärztin versucht mit Jean-Dominique Bauby zu reden, und er antwortet ihr auch. Aber sie reagiert überhaupt nicht auf seine Antworten. Da beginnt Jean-Dominique langsam zu begreifen: Er kann nicht nur kein Glied seines Körpers bewegen, nein, er hat auch seine Fähigkeit zu sprechen verloren. Er, der Chefredakteur von „Elle“, einer bekannten französischen Zeitschrift, ist nach einem Schlaganfall jeglicher Ausdruckskraft beraubt – fast. Er kann noch mit den Augen blinken. Einmal blinken heißt ja, zweimal blinken heißt nein. Die Kommunikation funktioniert wie ein Computer – es gibt nur noch Null oder Eins. Doch wie mühsam es auch ist, es wird ihm helfen, mit dem Locked-In-Syndrom leben zu lernen. – Die ersten Minuten von „Le scaphandre et le papillon“ wirken fast wie ein Experimentalfilm. Nur bruchstückhaft sehen wir die Bilder und immer aus dem subjektiven Blickwinkel unseres Helden. Diese Bedrückung weicht langsam der Rückkehr in eine „normalere“ Sicht auf das Leben von Jean-Dominique. Dieser bittet zunächst um Sterbehilfe. Aber immer mehr tauchen seine reichen Erinnerungen und Bildwelten in ihm auf, so dass sein Lebenswillen wieder erwacht. Seine Frau, sein Vater, seine Freunde nehmen Kontakt mit ihm auf, ja begleiten ihn. Seine Logopädin Henriette entwickelt sogar eine spezielle Methode, mit deren Hilfe er ihr seine Lebens- und Krankengeschichte diktieren kann. Die Publikation des Buches wird er kurz vor seinem Tod noch erleben. Weiterlesen »

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