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Wie steht es um die Theologie? Hintergrund mit Dekan Sautermeister

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Wie steht es um die Theologie? Hintergrund mit Dekan Sautermeister

geschrieben von Felix Neumann

Wie steht es um die wissenschaftliche Theologie? Diese Frage beantwortete der GKP-Regionalgruppe Rheinland der Dekan der Bonner Katholisch-theologischen Fakultät, Jochen Sautermeister, in einem Hintergrundgespräch. Aktuell sieht der Professor für Moraltheologie die wissenschaftliche Theologie vor vielfältigen Herausforderungen: Vor allem eine Zunahme religiöser Indifferenz und Pluralisierung stehe in Deutschland im Spannungsfeld zur globalen Bedeutung von Religionen.

Als Wissenschaft stehe die Theologie daher unter Rechtfertigungsdruck – nicht zuletzt aufgrund der Auslastung der theologischen Fakultäten. Erst jüngst hatte eine Recherche von GKP-Mitglied Benedikt Heider für die KNA gezeigt, dass die Studierendenzahlen fast flächendeckend zurückgehen. Auch in Bonn. Vor allem die Zahlen der Studierenden mit klassischen kirchlichen Berufszielen wie Pastoralreferent*in, Religionslehrer*in oder Priester gingen zurück. Dazu kämen, so Sautermeister weiter, Fragen der Finanzierung, der Akzeptanz unter den anderen Wissenschaften und der Gesellschaftsrelevanz der Theologie.

Im Gespräch mit der GKP-Regionalgruppe erläuterte Sautermeister, wie die Bonner Fakultät in diesem Spannungsfeld agiert: Vor allem eine kreative Weiterentwicklung von Studiengängen abseits der klassischen kanonischen Abschlüsse Magister theologiae und Kirchliches Examen seien attraktiv. Schon jetzt kann man in Bonn einen „Master of Comparative Theological Studies“ belegen, der sich interreligiösen Fragen widmet. Weitere Studiengänge sind in Planung.

Sautermeister bringt es auf den Punkt: „Die Theologie muss ihre gesellschaftliche Relevanz immer stärker im interdisziplinären Dialog und in fächerübergreifenden Kooperationen aufweisen.“ Deshalb ist er auch von der spezifisch deutschen Situation mit theoloischen Fakultäten an staatlichen Hochschulen überzeugt: „Universitäten mit vielen Fachbereichen sind hierfür ein idealer Ort“, betonte er.

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