Die SED im Alltag der DDR – Vorgespräch zur Ausstellungseröffnung

Fulda
Die SED im Alltag der DDR – Vorgespräch zur Ausstellungseröffnung

geschrieben von Michael Schwab

„Die Partei hat immer recht“ – Eine Ausstellung der Stiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

Liebe Mitglieder der GKP-Region Fulda,

liebe GKPler,

zu einer Kooperationsveranstaltung über „Die SED im Alltag der DDR“ mit einem Vortrag des Historikers und Zeitzeugen Dr. Stefan Wolle (Berlin) sowie anschließender Ausstellungseröffnung möchte ich alle Interessierten herzlich ins Fuldaer Bonifatiushaus einladen.

Termin dieser „Koop-Veranstaltung“ mit der Akademie des Bistums Fulda sowie diesmal auch mit der Gesellschaft für Sicherheitspolitik und dem DJV ist der 15. April 2026.

Beginn: 16:00 Uhr Vorgespräch für Journalistinnen und Journalisten, 17:00 Uhr Vortrag mit anschließender Ausstellungseröffnung

Referent:      Dr. Stefan Wolle, ehemaliger wissenschaftlicher Leiter des DDR-Museums Berlin

Ort:               Katholische Akademie des Bistums Fulda, Neuenberger Straße 3–5, 36041 Fulda

Zur besseren Planung für das Vorgespräch wäre eine Voranmeldung an folgende E-Mail Adresse sehr hilfreich: mieb.schwab@gmail.com.

Vortermin

Referent Dr. Stefan Wolle, früherer wissenschaftlicher Leiter des DDR-Museums Berlin, steht uns bereits ab 16:00 Uhr bei einer Tasse Kaffee zum Gedankenaustausch vorab und für Fragen zur Verfügung.

Zur Ausstellung

Ein Klick auf YouTube genügt, und der Arbeitersänger Ernst Busch schmettert los: „Die Partei, die Partei, die hat immer recht.“ Heute klingt der Text wie eine Satire. Doch das „Lied der Partei“ war ab 1950 die offizielle Hymne der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED), der alles bestimmenden DDR-Staatspartei. Sie war Ausdruck eines allgegenwärtigen Herrschafts- und Wahrheitsmonopols.

Die Ausstellung macht in Texten und Bildern sichtbar, wie die Partei ihre Macht mit Hilfe von Polizei, Justiz und Staatssicherheit absicherte und zugleich ein System sozialer Abhängigkeiten und Gewöhnung schuf. Zugleich thematisiert sie die Widersprüche des Lebens in der Diktatur zwischen Überzeugung und Anpassung, Idealismus und Opportunismus.

Die Konzeption und die Texte der Ausstellung stammen von dem Historiker Dr. Stefan Wolle, der bis 2024 Wissenschaftlicher Leiter des DDR-Museums in Berlin war. Die Bildauswahl besorgte Dr. Ulrich Mählert von der Stiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur.

Vita von Dr. Stefan Wolle

Geboren 1950 in Halle (Saale). Er studierte an der Humboldt-Universität in Berlin, wurde 1971 aus politischen Gründen relegiert und arbeitete zur Bewährung in einem Produktionsbetrieb. Später war er Mitarbeiter der Akademie der Wissenschaften der DDR und promovierte über die alte russische Geschichte. 1989/90 Teilnahme an der Stasi-Auflösung, Assistent an der Humboldt-Universität, Referent bei der Bundesstiftung Aufarbeitung und Mitarbeiter der Freien Universität Berlin. Über viele Jahre war er wissenschaftlicher Leiter des DDR-Museums Berlin. Wolle ist durch zahlreiche Bücher, Artikel und Fernsehbeiträge bekannt geworden.