Himmel 4.0 – Digitalisierung als Chance für das Evangelium

In der Wirtschaft und in den Medien beherrschen Digitalisierung und Industrie 4.0 das Gespräch. Der Strukturwandel kann für die Kirche eine neue Chance sein, gemeinsam nach vorne zu schauen und in der Gesellschaft das Evangelium neu einzubringen.

Statt von Technik hängt der Wohlstand künftig viel mehr von den Menschen hinter der Technik ab. Arbeit wird hauptsächlich Arbeit am Menschen und Anwenden von Wissen. Weil diese immer komplexer wird, sind wir angewiesen auf das, was andere können oder wissen. Mit der Zahl der Schnittstellen steigt die Notwendigkeit, sich auseinanderzusetzen und um die bessere Lösung zu ringen. Die Fähigkeit, fair zu streiten und zusammenzuarbeiten, rückt ins Zentrum der sozioökonomischen Entwicklung („Hast Du was gegen Deinen Bruder, lass im Tempel alles stehen und liegen…“). Weder eine Gruppenethik noch ein reiner Individualismus sind produktiv, sondern nur eine Ethik, in der sich der einzelne frei nach seinen Gaben entfalten kann, aber auch den Nutzen der anderen miteinbezieht. Das gibt es so nur im Christentum („Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst“). Weil die Wissensarbeiter mehr zusammenarbeiten und mehr miteinander ringen müssen, kommt es zu einem Zusammenstoß der Wertesysteme im Arbeitsalltag. Diese Situation ist eine Chance, das Evangelium neu zu erklären.

Unser Referent: Erik Händeler (* 1969) ist Wirtschaftsjournalist und Zukunftsforscher. Als Autor und Redner beschäftigt bringt er wirtschaftliche und religiöse Themen zusammen (u. a. "Die Geschichte der Zukunft"). Das GKP-Mitglied ist Stellvertretender Landesvorsitzender des KKV in Bayern, Mitglied im Sachausschuss Wirtschaft des Landeskomitees der Katholiken und im Diözesanpastoralrat Eichstätt. Mehr Informationen: http://www.erik-haendeler.de

Die Veranstaltung findet als Videokonferenz statt, die Zugangsdaten werden den Mitgliedern per E-Mail zugeschickt.

 

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