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Ein GKP-Gespräch mit DRK-Präsident Gröhe: Bedeutung in der Krise

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Ein GKP-Gespräch mit DRK-Präsident Gröhe: Bedeutung in der Krise

geschrieben von Christoph Strack

Lebenslanges Lernen. Wenn dann mal bei einem langen Gespräch ein Wort vier, fünf Mal fällt, das man so gar nicht im Ohr hatte. „Be-üben“ zum Beispiel. Als die Berliner Regionalgruppe der GKP am 19. Mai Hermann Gröhe zu einem langen Hintergrundgespräch Gast hatte, seit einem knappen halben Jahr ehrenamtlicher Präsident des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) und in seinem früheren politischen Leben 31 Jahre CDU-Bundestagsabgeordneter und u.a. fünf Jahre Bundesgesundheitsminister. Gröhe ist, wie er selbst sagt, noch in der Anlernphase in einer „superintakten Organisation“, „überparteilich, aber staatstragend“.

Das „Be-üben“ gehörte zu unserem Austausch über das, was neudeutsch „Resilienz“ heißt und Gröhe als „Krisenfestigkeit“ nannte. In den Tagen rund um den 19. Mai bestimmten – ein zeitlicher Zufall – die Ankündigungen der Bundesminister Dobrindt und Pistorius für einen „Pakt für den Bevölkerungsschutz“ die Nachrichten. Und klar wurde bei den Ausführungen Gröhes, dieser Pakt geht weit über, zum Beispiel, das Technische Hilfswerk. Die angestrebte Stärkung sollte das DRK entsprechend einbeziehen und – aus kirchlicher Sicht – im weiteren auch die Hilfsorganisationen Malteser und Johanniter.

Aufschlussreich waren auch die Erläuterungen zu den internationalen Strukturen des Roten Kreuzes, dem Internationalen Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) und der Internationalen Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmond-Gesellschaften (IFRC), dem Dachverband von 191 nationalen Hilfsgesellschaften weltweit. In der öffentlichen und medialen Wahrnehmung, so Gröhe, werde zu oft vergessen, welchen „Blutzoll“ Helfende mit dem Roten Halbmond in Konflikten wie Sudan, Somalia oder auch Gaza zahlten.

Dankenswerterweise durften wir mit zehn Teilnehmenden Gröhe und seinen Sprecher im Gästehaus des Katholischen Militärbischofs begrüßen. Irgendwann, so hoffen wir, findet sich auch die Gelegenheit zum Austausch mit dem dortigen Hausherrn.

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