geschrieben von Christoph Strack
Wie sieht politisches Wissen, Teilhabe an gesellschaftlicher und politischer Verantwortung in der Zukunft aus? Welche Herausforderungen ergeben sich aus den gesellschaftlichen Spaltungen? Wie kann man Dialoge über Lager-Grenzen hinaus ankurbeln?
Solche und ähnliche Fragen standen im Mittelpunkt eines mit 14 GKP-Mitgliedern gut besuchten Hintergrundgesprächs der Berliner Regionalgruppe mit der Vorsitzenden der CDU-nahen Konrad-Adenauer-Stiftung, Annegret Kramp-Karrenbauer. Sie war einst Fachministerin, darunter eine Reihe von Jahren Innenministerin, und Ministerpräsidentin im Saarland, dann Verteidigungsministerin und CDU-Chefin. Und nun ganz KAS-Vorsitzende. „Wir sehen uns als die Denkfabrik für moderne bürgerliche Politik christdemokratischer Prägung“, so Kramp-Karrenbauer. Und das in einer Zeit disruptiver Ereignisse und sich ständig wandelnder Herausforderungen. Dazu gehört für sie, intern oder auch mit anderen politischen oder zivilgesellschaftlichen Kräften, die kontroverse Debatte. Eben nicht, „denkfaul“ zu sein, sondern auch programmatische Auseinandersetzungen zu führen, dafür zu werben, Menschen darin zu ermutigen.
Manches schien, wenn man der CDU-Politikerin zuhörte, nicht so weit weg von kirchlicher Befindlichkeit und Herausforderungen. So waren es dann statt der vorgesehenen 90 Minuten gut zwei Stunden Austausch. Und ein Süppchen nach der regulären Spielzeit.