Abenteuer im Beruf: rein ins kalte Wasser

Wie ein Sprung ins kalte Wasser war es für Pia Dyckmans, als sie als erste Frau PR- und Öffentlichkeitsreferentin der Jesuiten in Deutschland wurde.

Abenteuer Beruf. Klingt für mich auf Anhieb nicht nach einem Büro am Englischen Garten in München. Also überlege ich weiter. Da wäre ein Praktikum bei Radio Vatikan in Rom während des Konklaves und den ersten Tagen eines bis dahin unbekannten Papstes. Oder die darauffolgenden zwei Jahre in Rom leben und arbeiten während des Volontariats.  Auch das war wahrlich ein Abenteuer. Wer schon mal versucht hat, in Rom Strom und Wasser anzumelden, der weiß, wovon ich rede. Aber diese Abenteuer sind bestanden. Nach den ersten Monaten stelle ich fest: Diese Arbeit hier im Provinzialat der Jesuiten ist durchaus ein Abenteuer, und das in vielerlei Hinsicht. Weiterlesen »

Eckpunkte: Von Abraham lernen?

Pater Christof Wolf, Geistlicher Beirat der GKP, über Umkehr, Vertrauen und das Abenteuer des Glaubens:

Kraftvoll heißt es am Aschermittwoch: "Kehrt um, und glaubt an das Evangelium." Umkehren – das klingt wie denselben Weg zurückgehen müssen. Als ob man in eine Sackgasse geraten sei. Wenn man es nicht so örtlich nimmt, sondern als eine geistige Einstellung, könnte man auch sagen: Verlass deine ausgetretenen Pfade, versuch etwas Neues, raus aus den alten Gewohnheiten! Gewissermaßen der Urvater dieser Haltung ist Abraham, folgt er doch vertrauensvoll Gottes Ruf zum Aufbruch "in das Land, das ich dir zeigen werde". (Gen 12:1). Am zweiten Fastensonntag sodann hören wir von der vielleicht größten Prüfung seines Lebens: Er soll Isaak opfern, den einzig geliebten Sohn, den ihm seine Frau Sarah geboren hat. Einfach so zu akzeptieren, dass JHWH wirklich das Opfer will, fällt schwer. Auch dies muss man wohl aus einer neuen Perspektive betrachten. So fragt etwa die amerikanische Philosophin Eleonore Stumpf nach den Motiven JHWHs. Was für einen Sinn sollte Isaaks Opferung denn haben? Damit wäre ja JHWHs Versprechen an Abraham hinfällig: "Ich werde dich zu einem großen Volk machen, dich segnen und deinen Namen groß machen. Ein Segen sollst du sein." (Gen 12:2). Übrigens ist in der ganzen Abrahamsgeschichte sonst nie von Brandopfern die Rede. Auch wenn Abraham im verheißenen Land Kanaan Altäre zu Ehren JHWHs errichtet, bringt er doch niemals Brandopfer dar, sondern verehrt den Herrn durch Gebete. Aber vielleicht versteht man den Text besser, wenn man sich fragt, was Abraham lernen sollte. Möglicherweise einfach dies: Selbst wenn es gegen jede menschliche Vernunft spricht, ja sogar wenn damit alles in Frage gestellt wird – JHWH ist nun einmal größer als unsere Logik und Vorstellungskraft. Weiterlesen »

Studienreise für Journalisten nach Island

Welche politischen, sozialen und kulturellen Herausforderungen die isländische Gesellschaft prägen, welche Rolle die Kirche im Land spielt und wie katholische Christen in der extremen nordischen Diaspora ihren Glauben leben - das können Journalisten während einer achttägigen Informationsreise nach Island herausfinden, zu der das Bonifatiuswerk in Kooperation mit der GKP vom 14. bis 21. September 2018 einlädt.

Gehen Sie mit uns auf eine spannende Reise und entdecken Sie eine Kirche in wilder Natur, international, vielfältig und voller Optimismus! Die Teilnehmerzahl ist auf zwölf Personen begrenzt, Anmeldeschluss ist der 23. März 2018. Weiterlesen »

Eckpunkte: Doctor Strange

Am Beispiel des Filmhelden Dr. Strange, einem selbstverliebten Neurochirurgen, zeigt Christof Wolf SJ, der Geistliche Beirat der GKP, wie sich der Mensch wandeln kann und Einsicht, geistige Willenskraft und Menschlichkeit zu Garanten des Überlebens werden.

Ein Krankenhaus in New York City. Dr. Stephen Strange (Benedict Cumberbatch) hat eine schwierige OP vor sich, er muss eine Kugel aus einem schwer zugänglichen Areal des Gehirns entfernen. Nur ganz wenige Spezialisten weltweit sind dazu befähigt. Zur Erleichterung aller gelingt die OP. Dr. Strange ist ein hochbegabter, aber auch extrem egozentrischer Neurochirurg. Er operiert nur noch Fälle, die ihm in der Ärztecommunity höchste Anerkennung und Ruhm bringen. Am Abend zuhause im Greenwich Village – natürlich in einer superteuren Wohnung mit unglaublicher Aussicht auf Lower Manhattan – ruht er nicht etwa aus, sondern macht sich zum Weggehen bereit, um noch außerhalb einen Vortrag zu halten. Mit quietschenden Reifen fährt er in seinem Lamborghini Modell Huracan in die Nacht. Weiterlesen »

Abenteuer im Beruf: Kazimierz Majdanski

Dr. phil. Norbert Stahl (87) war mehr als 30 Jahre Leiter der KNA-Landesredaktion Bayern in München und zwischenzeitlich KNA-Chefredakteur. Ein besonderes berufliches Abenteuer war für ihn die Begegnung mit dem polnischen KZ-Opfer Kazimierz Majdanski, dem späteren Erzbischof von Stettin. Hier seine Schilderung:

975 kam es zu einem spektakulären Prozess vor dem Münchener Schwurgericht, in dem der ehemalige SS-Arzt und Sturmbannführer Dr. Heinrich Schütz angeklagt war und verurteilt wurde wegen erwiesener Beihilfe bei elf Priestermorden im KZ Dachau. Jahrelang hatte er wie ein Schuldloser unter uns gelebt und war seinem Beruf als Internist nachgegangen. In einer wochenlang dauernden Beweisaufnahme stellte das Gericht fest, dass der SS-Arzt im Lager Dachau Leiter der sogenannten Phlegmone- und Sepsis-Versuche war, bei denen insgesamt 40 Geistlichen, vorwiegend polnischer Nationalität, Eiter injiziert wurde, um verschiedene, teilweise unwirksame Behandlungsmethoden zu erproben. Weiterlesen »

Schnell zur GKP-Jahrestagung anmelden!

Bergisch-Gladbach - Viele große Schriftsteller haben sich bereits mit dem Thema "Krieg und Frieden" beschäftigt - Leo Tolstoi, Ingeborg Bachmann, Kurt Tucholsky ... Die Liste ließe sich um etliche weitere Zeilen fortsetzen. Es ist ein Thema, das (leider) immer aktuell bleiben wird. Deshalb laden wir Sie herzlich zu unserer Jahrestagung 2018 nach Hamburg ein, um uns gemeinsam mit vielen interessanten Gesprächspartnern auf die schwierige und oft hoch komplexe Suche nach Frieden zu begeben.

Der Krieg ist im Nachrichtengeschehen immer wieder Berichtsgegenstand und somit für jeden in gewisser Weise präsent. Doch die Konflikte beispielsweise im Nahen Osten betreffen uns nicht direkt. Oder doch? Die Terroranschläge in Europa haben uns mit einer unerwarteten Vehemenz wachgerüttelt und verunsichert. Auf einmal ist der Krieg wieder in einen sehr persönlichen Kontext eingedrungen. Daraus ergeben sich viele Fragen: Wie ist ein friedliches Zusammenleben möglich? Was muss die internationale Gemeinschaft dafür tun? Hat der Mensch gar nichts dazugelernt? Was bedeutet überhaupt Frieden und wie kann dieser aufrechterhalten werden? Ist ein langanhaltender Frieden Utopie? Welche hoffnungsvollen Ansätze für eine gelungene Friedenspolitik gibt es? Darüber möchten wir mit Experten aus Politik, Gesellschaft und Kirche ins Gespräch kommen.

Auch unser Verband wurde nur wenige Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg gegründet. Voller Freude dürfen wir auf 70 Jahre Wirken zurückblicken. Wir laden Sie also herzlich zum Feiern, zum Nachdenken und zum Austausch ein und freuen uns auf Ihr Kommen.

Der Vorstand

Wir danken der Pax-Bank Köln für die Unterstützung unserer Jubiläumsfeier. Weiterlesen »

Ärger über Schwarz-Weiß-Malerei

Andrea Groß-Schulte (50) ist Chefredakteurin der Liborius Verlagsgruppe und stellvertretende Sprecherin der Redakteure im KM. Als gebürtige Altenaerin ärgert sie sich über zu platte Vereinfachungen mancher Kollegen, die ihre Heimatstadt immer wieder mit Schlagworten kategorisieren.

Worüber haben Sie sich zuletzt in den Medien so richtig geärgert?
Über den Hang einiger Kollegen, Sachverhalte zu platt zu vereinfachen und zu reduzieren. Ich wohne in Altena; richtig, die Kleinstadt im Sauerland, in der der Bürgermeister neulich wahrscheinlich aus fremdenfeindlichen Motiven heraus mit einem Messer verletzt wurde. In früheren Jahrzehnten wurde Altena in den Medien gerne als „Sitz der ersten Jugendherberge der Welt“ und „Wiege der Drahtindustrie“ tituliert. Mit dem Niedergang dieses Industriezweiges vor Ort  und dem folgenden Bevölkerungsverlust waren bald neue Schlagworte gefunden: „Die am schnellsten schrumpfende Stadt im Westen“ oder „sterbende Kleinstadt“ stand auf dem Etikett. Weiterlesen »

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