Abenteuer im Beruf: Lebensgefahr

Michaela Koller ist Referentin für Öffentlichkeitsarbeit bei der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte und der Stephanus-Stiftung für verfolgte Christen in Frankfurt. Sie schreibt hier über ihr berufliches Abenteuer als Journalistin in Pakistan.

Spätestens seit der Einladung zum Interview an alle Teilnehmenden der  GKP-Jahrestagung in Passau im vorigen Jahr wissen viele GKP-Mitglieder: Mein Beruf ist es, mittels Öffentlichkeitsarbeit (bei der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte und der Stephanus-Stiftung für verfolgte Christen) in vielen Ländern den Spielraum zu erweitern, den wir katholische Journalisten hierzulande als selbstverständlich erleben oder nutzen: für die Verbreitung der Botschaft des Evangeliums und der Kirche. In Nordkorea etwa ist das Christentum nahezu ausgelöscht, im Irak erlitten die Christen einen historisch einmaligen Aderlass, in China hat gerade die härteste Zeit der Kontrolle seit der Kulturrevolution begonnen. Weiterlesen »

Reisen wie in Amelies Welt

Christof Wolf SJ, Geistlicher Beirat der GKP, beschreibt in den GKP-Informationen am Beispiel des Films "Die fabelhafte Welt der Amelie", welche Intensivform von Erfahrungen das Reisen bieten kann:

Ein kleines Café im Pariser Stadtteil Montmartre. Amélie, eine junge schüchterne Kellnerin, träumt sich durch ihren tristen Alltag. Bis sie eines Tages aus Versehen den Verschluss einer Parfümflasche fallen lässt und dieser eine Kachel an der Sockelleiste des Bades abschlägt, worauf dahinter eine über vierzig Jahre alte Schachtel mit Spielsachen zum Vorschein kommt. Nun will Amélie unbedingt herausfinden, wem die Schachtel gehört hat. Und das Unglaubliche gelingt: Sie macht den mittlerweile fünfzigjährigen Besitzer ausfindig und kann ihm die Schachtel zurückgeben. Amélie ist tief betroffen von den Freudentränen des Mannes. Durch diese Erfahrung verändert sich ihr Blick auf die Welt. Sie will nicht mehr bloß träumen, sondern in der Wirklichkeit Beziehungen gestalten und Gutes tun. Weiterlesen »

Abenteuer im Beruf: Umgang mit Geschichte

Dieter Klink, Politikredakteur in der Nachrichtenredaktion des Badischen Tagblatts in Baden-Baden, erlebt bei der Einweihung des Nationalmonuments Hartmannsweilerkopf im Elsass den journalistischen  Umgang mit Geschichte als Abenteuer. Klink war von 2001 bis 2017 Regionalbeauftragter der GKP in der Region Südwest.

La Présidence de la République“ lädt ein, steht auf der Akkreditierungskarte. 3. August 2014, „Nationalmonument  Hartmannsweilerkopf“. Der Präsident der Republik heißt François Hollande, und er kommt zusammen mit dem damaligen Bundespräsidenten Joachim Gauck auf den Berg im Südelsass, der zum Sinnbild des sinnlosen Krieges wurde. Als hier im Ersten Weltkrieg deutsche gegen französische Soldaten kämpften, haben bis zu 30 000 Menschen ihr Leben verloren. Seit 1932 gibt es auf dem Berg eine nationale Gedenkstätte, doch nun, 100 Jahre nach dem Ersten Weltkrieg, wollen Deutsche und Franzosen etwas Neues wagen: Sie bauen gemeinsam ein deutsch-französisches Gedenkzentrum, das erste seiner Art. Weiterlesen »

Giovanni di Fidanza dixit

Christof Wolf SJ, Geistlicher Beirat der GKP, schreibt in den GKP-Informationen über die Sieben Gaben des Heiligen Geistes im Mittelalter:

 

Als Giovanni um 1221 in Bagnoregio (Italien) geboren wird, ahnt noch keiner, was aus dem Jungen werden wird. Der Kleine ist schwer krank, und seine Mutter bringt ihn zum Hl. Franziskus, der Giovanni segnet – und tatsächlich wird er gesund. In die Geschichte eingegangen als einer der großen Philosophen und Theologen der Scholastik ist er unter dem Namen Bonaventura. Der Legende nach verdankt er seinen Namen dem hl. Franziskus, den die Mutter mit dem fünfjährigen Giovanni nochmals besuchte, und der ausgerufen haben soll: „O buona ventura!“ (gute Zukunft). Später selbst Franziskaner geworden, schreibt Bonaventura die einzige vom Orden als authentisch akzeptierte Biographie des heiligen Franziskus und überdies eine Fülle von philosophischen und theologischen Schriften. Bonaventura hat viel über die Natur Gottes nachgedacht. Über den Heiligen Geist schreibt er anno 1268 „Collationes de septem donis Spiritus sancti“ (Über die sieben Gaben des Heiligen Geistes). Heiliger Geist ist für ihn ein Beziehungsgeschehen. An der Qualität von Beziehungen sehen wir, wo der Geist Gottes wirkt. Ausgehend von Paulus, „Die Frucht des Geistes aber ist Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut und Selbstbeherrschung“ (Gal 5,22-23), entwickelt Bonaventura sein eigenes System: Jede Gabe hat einen Gegensatz und einen Zustand der Vollendung. Weiterlesen »

Ärger über Versäumnisse kirchlicher Datenschützer

Beatrice Tomasetti ist Pressereferentin der Kölner Dommusik und freie Mitarbeiterin bei DOMRADIO.DE.

Worüber haben Sie sich zuletzt in den Medien so richtig geärgert?

Dass uns Journalisten mehr oder weniger die seit Ende Mai geltende Datenschutz-Grundverordnung kalt erwischt hat. Wir hätten gerade auf den Feldern der kirchlichen Kommunikation besser darauf vorbereitet sein können und müssen, zumal sich die neuen Richtlinien zwei Jahre lang angekündigt hatten. Unklar ist, ob die Verantwortlichen in den medialen Schaltzentren der Kirche ihre Hausaufgaben nicht gemacht haben, sprich nicht irgendwelche Optionen und „Schlupfwege“ rechtzeitig hätten aushandeln können, um weiterhin mit Fotos aus dem Pfingstlager die ehrenamtliche Öffentlichkeitsarbeit der Gemeinde-Homepage zu beleben. Weiterlesen »

Das Abenteuer, Helfer der Journalisten zu sein

Andreas Herzig Andreas Herzig hat von 2003 an die Stabsstelle Medien im Erzbistum Hamburg aufgebaut und ist seit der Zeit auch Rundfunkbeauftragter beim NDR. Hier beschreibt er das Abenteuer, als Pressestellenleiter den Journalisten zu helfen, gute Arbeit zu leisten:

Oh je, einige meiner Gedanken zu dem Thema finde ich beim lieben Kollegen Matthias Kopp, der vor kurzer Zeit an dieser Stelle in seiner Kolumne die Arbeit als Pressesprecher beschrieben hat.
Ähnliche Erfahrungen also. Fest steht: Die Pressestellenarbeit ist neben den Herausforderungen der einzelnen Krisen (oder haben wir eine permanente Dauerkrise: gefühlt mindestens seit 2010?) immer mehr auf dem Weg zu einer Erklär-Agentur, die den Erfolg ihrer Erklärungen innerhalb einer Stunde oder althergebracht am nächsten Tag gedruckt in der Zeitung lesen kann. Weiterlesen »

Katholische Publizisten gegen EU-Leistungsschutzrecht und Uploadfilter

Bergisch Gladbach – Die Gesellschaft Katholischer Publizisten (GKP) lehnt die Einführung eines EU-Leistungsschutzrechts sowie Uploadfilter im Rahmen einer EU-Urheberrechtsreform ab. „Es ist wichtig, dass Urheberrechte auch im Netz geschützt werden und Journalisten an den online erzielten Erträgen ihrer Arbeit angemessen beteiligt werden“, erklärt der Vorsitzende der GKP, Joachim Frank. „Aber weder ein Leistungsschutzrecht noch Uploadfilter nutzen Urhebern. Stattdessen gefährden sie die demokratische Öffentlichkeit.“

Durch ein Leistungsschutzrecht sollen künftig Überschriften oder kürzeste Abschnitte von Pressetexten nicht mehr ohne Erlaubnis verwendet werden dürfen. Das zielt vor allem auf Suchmaschinen und Dienstleister wie Google News, die digitale Inhalte sammeln, aufbereiten und verfügbar machen, gefährdet aber auch beispielsweise Zitate in Onlinemedien und Wikipedia. „Publizisten und die demokratische Öffentlichkeit brauchen Sichtbarkeit im Internet. Dazu gehört es, in Suchmaschinen gefunden und in Blogs und anderen Medien zitiert zu werden“, sagt Frank. „Weder in Spanien noch in Deutschland hat die Einführung eines Leistungsschutzrechts die Situation von Urhebern verbessert, stattdessen ist die Rechtsunsicherheit gewachsen.“ Weiterlesen »

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