7 Fragen an Verena Breitbach

Verena Breitbach, Jahrgang 1981, studierte in Bonn und in Paris Bildungswissenschaften, Soziologie und Neuere deutsche Literatur. Als Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit und seit November 2020 zudem als Referentin der Geschäftsführung hat sie die Pressestelle der Philosophisch-Theologischen Hochschule Vallendar (PTHV) aufgebaut und entwickelt diese crossmedial weiter. Davor war sie für verschiedene Medienhäuser im In- und französischen Ausland tätig. Sie volontierte bei Springer Science & Business Media in München. GKP-Mitglied seit 2018.

Ihr persönlicher Weg zum Journalismus?
Ich wusste früh, dass ich Journalistin werden möchte: Neugier auf Menschen und ihre Geschichten, fremde Kulturen, Einblicke in mir unbekannte Welten, „durch die Augen anderer sehen“, Hintergründe kennenlernen, das fand ich schon immer spannend. Außerdem bin ich familiär „vorbelastet“ und habe die damit verbundene Lebenswelt und die Herausforderungen von klein auf kennengelernt. Nach dem Abitur habe ich beim regionalen Fernsehen „angeheuert“ und ein TV-Volontariat absolviert. Während sowie nach meinem Studium in Bonn und Paris folgten diverse Stationen und freie Mitarbeiten im In- und französischen Ausland sowie ein Fachzeitschriften-Volontariat beim Springer Wissenschaftsverlag in München. Dann habe ich „die Seite gewechselt“ und arbeite seit 2013 in der Hochschulkommunikation.

Ihre Vorbilder?
Viele engagierte Journalistinnen und Journalisten, die ich im Laufe meines bisherigen Werdegangs kennenlernen und von ihnen lernen durfte. Insbesondere geprägt haben mich das Team der Pressestelle der Universität Bonn und das Burda Korrespondentenbüro in Paris.

Ihr schönstes Erlebnis im Beruf?
Alle Stationen waren eine große Bereicherung. Meine Zeit beim Fernfahrer-Magazin „TRUCKER“ habe ich als sehr sinnvoll empfunden, da dieses als Sprachrohr für eine Zielgruppe agiert, die in Deutschland (ganz anders zum Beispiel in Frankreich!) wenig Gehör findet und hierzulande nicht selten in Zusammenhang mit negativer Berichterstattung genannt wird. Es gibt nicht DAS schönste Erlebnis im Beruf, sondern es sind vielmehr die täglichen Begegnungen mit Menschen aus diversen Kontexten, verschiedenen Alters und mit teilweise internationalen Hintergründen, die man kennenlernen darf.

Was halten Sie für unerlässlich für einen Journalisten?
Eine gute Recherchefähigkeit! Dazu kommen eine fundierte Ausbildung, Beobachtungsgabe, soziale Kompetenz, Neugier, Offenheit, Wahrheitsliebe, Zähigkeit, Flexibilität, Verantwortungsbewusstsein, Rückgrat, Mut, ein kritisch-wacher Geist, ein Nachhaken auch bei unbequemen Themen und stets auf der Suche sein nach „der Geschichte hinter der Geschichte“. Man sollte zudem gut zuhören können und sich nicht vereinnahmen lassen. Kurz: Verstand, Herz und eine „Hands-on-Mentalität“.  

Wie bringen Sie privates Leben und Beruf unter einen Hut?
Beides lässt sich nie ganz trennen, denn man „arbeitet nicht als Journalist“, sondern „man ist Journalist“. Für mich ist der Beruf „Berufung“.

Warum sind Sie in der GKP? Was hat Sie hineingebracht, was hält Sie?
Information und Austausch. Als „One-Woman-Show“ in meiner aktuellen Position freue ich mich über die kollegiale Vernetzung und den Austausch mit Gleichgesinnten aus meinem Berufsstand.

Was erwarten Sie von der GKP?
Ein Netzwerk aus Expertinnen und Experten, die sich mit gesellschaftlichen und berufspolitischen Gegenwartsfragen intensiv auseinandersetzen. Dass die GKP für Qualität im Journalismus eintritt.

 

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