7 Fragen an Dr. Peter Dückers

Domvikar Dr. Peter Dückers ist Liturgiereferent und Rundfunkbeauftragter des Bistums Aachen.

Ihr persönlicher Weg zum Journalismus?
Als ich Anfang der 2000er Jahre Pfarrer mehrerer Gemeinden am Niederrhein war, kam das Bistum Aachen auf mich zu und schlug mir vor, eine journalistische Ausbildung zu machen, da auf Dauer ein neuer diözesaner Rundfunkbeauftragter für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk gebraucht würde. So habe ich den Theologenkurs im ifp absolviert – damals noch an verschiedenen Standorten – und parallel dazu an meinem freien Tag im domradio in Köln mitgearbeitet. Da mir die journalistische Arbeit sehr gefallen hat, habe ich dann das Angebot des domradios angenommen und dort, vom Bistum freigestellt, ein zweijähriges Volontariat gemacht. Verbunden damit war die Teilnahme an den Kursen für Hörfunk-Volontäre beim mir ja schon vertrauten ifp, nunmehr komplett in München. Nach Abschluss dieser journalistischen Ausbildung bin ich dann nach Aachen zurückgekehrt und tatsächlich, wie geplant, Diözesanbeauftragter für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk geworden. Als solcher schreibe und spreche ich nicht nur selber Verkündigungsbeiträge (beispielsweise die „Kinoverkündigung“, ein neu entwickeltes Format, samstags auf WDR 2 und 4), sondern begleite auch die Vorbereitung und Durchführung von Gottesdienstübertragungen aus dem Bistum Aachen und koordiniere die Verkündigungsbeiträge der Aachener Autoren für  den WDR und den Deutschlandfunk.

Ihre Vorbilder?
All die Autorinnen und Autoren, die es verstehen, die Frohe Botschaft medien- und hörergerecht zu verkünden. In den säkularen Medien die Stimme der Kirche zu sein, ist eine wichtige, aber auch anspruchsvolle Aufgabe.

Ihr schönstes Erlebnis im Beruf?
Die Regie bei der TV-Übertragung der Einführung von Bischof Woelki als Erzbischof von Berlin in der dortigen Hedwigskathedrale am 27. August 2011. Ein super Team! Zwar liegt es mir mehr, fürs Radio zu arbeiten, aber ich habe immer wieder gerne als Regisseur bei Live-Übertragungen fürs domradio mit einer Mannschaft ganz unterschiedlicher Profession gearbeitet.

Was halten Sie für unerlässlich für einen Journalisten?
Unerlässlich für einen Journalisten scheint mir das Vertrauen in die Nutzer/innen zu sein. Ich informiere als (kirchlicher) Journalist über Vorgänge und Entwicklungen in der Welt und in der Kirche und ich mache als journalistisch geschulter Verkündiger Identifikationsangebote hinsichtlich des christlichen Glaubens. Aber ob die Leser/innen, Hörer/innen und Zuschauer/innen diese Angebote als relevant für ihr Leben annehmen, habe ich nicht in der Hand. Das entlastet – und ist auch eine Sache des Gottvertrauens! Von daher geht es nicht ohne das Zutrauen, dass die Nutzer/innen die Informations- und Deutungsangebote der Medien eigenverantwortlich wahrnehmen und deuten bzw. werten können.

Wie bringen Sie Privatleben und Beruf unter einen Hut?
Als Priester ist man eigentlich auch privat ständig „im Dienst“. Außerdem macht es die Vielfalt meiner Aufgaben – ich bin nicht nur Rundfunkbeauftragter, sondern auch Referent des Bistums für Liturgie und Homiletik (d. h. ich bin zuständig für die Predigtausbildung der zukünftigen Priester der Bistümer Aachen, Hamburg, Hildesheim, Limburg und Osnabrück) sowie als Domvikar und -zeremoniar verantwortlich für die Gottesdienste am Aachener Dom – schwer, Privatleben und Beruf voneinander zu trennen. Zudem zählt meine journalistische Tätigkeit nicht zum offiziellen „Beschäftigungsumfang“; d. h. meine Radiobeiträge schreibe und produziere ich gewissermaßen nebenbei.

Warum sind Sie in der GKP? Wer hat Sie hineingebracht? Was hält Sie?
Dem sanften Druck von Nicole Stroth, die mit mir den Hörfunk-Volokurs beim ifp absolviert hat, konnte ich mich auf Dauer nicht entziehen. Sie hat mir die Mitgliedschaft in der gkp zu Recht derart schmackhaft gemacht, dass ich schließlich vor einigen Jahren eingetreten bin. Ich schätze den kollegialen Austausch bei den Tagungen und habe die letzte Rom-Reise mit Matthias Kopp sehr genossen.

Was erwarten Sie von der GKP?
Von der gkp erwarte ich weiterhin Unterstützung bei der Vernetzung und dem anregenden Austausch mit katholischen Kolleginnen und Kollegen. Auch die interessanten Journalistenreisen sind ein großer Gewinn.

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