7 Fragen an Marco Chwalek

Marco Chwalek (37), stellvertretender Pressesprecher des Erzbistums Hamburg und Kirchen-Redakteur für die privaten Radiosender in Schleswig-Holstein (R.SH, Radio BOB und delta radio). Vorstandsmitglied der „Freunde von Radio Vatikan e.V.“ und Mitglied der GKP seit 2012. Lebt mit Frau, Sohn und Hund am Stadtrand von Kiel.

Ihr persönlicher Weg zum Journalismus?
Schon in der Schule war ich Chefredakteur der Schülerzeitung, aber das Radio fand ich schon immer interessanter und so landete ich nach der Schule für eine kurze Zeit bei Radio Vatikan in Rom. Danach freie Mitarbeit beim Rundfunkreferat und der Kirchenzeitung des Erzbistums Hamburg. Hauptberuflich leitete ich zwei Regionalbüros einer Nonprofit-Organisation, die viel Aufmerksamkeit in der Presse hatte und ich mir dachte: Du wolltest doch eigentlich immer auf der anderen Seite stehen!
Daraufhin Volontariat über das Institut zur Förderung publizistischen Nachwuchses (ifp) beim Katholischen Rundfunkreferat in Hamburg und danach Festanstellung beim Erzbistum.
Für mich wie ein Sechser im Lotto! Seit mittlerweile 10 Jahren moderiere ich bei meinem „Heimatsender“ Radio Schleswig-Holstein (R.SH) in Kiel jeden Sonntag von 7 bis 10 Uhr das Kirchenmagazin „Kreuz & Quer!“ und spreche für das Erzbistum Hamburg zwischen Nord- und Ostsee.

Ihre Vorbilder?
Ach, ich würde gar keine einzelne Personen nennen wollen. Aber Redakteure, die es schaffen, mich zu packen, die mich nicht aus dem Auto aussteigen lassen, weil ich eine spannende Reportage im Radio höre oder mich eine Geschichte bewegt, die haben meine Anerkennung verdient.

Ihr schönstes Erlebnis im Beruf?
Es klingt vielleicht merkwürdig, aber traurige Interviews. Wenn beispielsweise Eltern mir ihr Herz ausschütten, weil sie ihr Kind verloren haben und ich anderen davon erzählen kann, Mut machen und Kontakte zu Vereinen und Anlaufstellen zu vermitteln, dann bin ich froh.

Was halten Sie für unerlässlich für einen Journalisten?
Immer wieder nachzufragen und Dinge zu erklären.

Wie bringen Sie Privatleben und Beruf unter einen Hut?
Ich merke schon, dass mich manches im Beruf nicht loslässt. Recherche nach Dienstende oder Mails mit Interviewanfragen spät abends gehören für mich dazu. Das mag nicht gut sein, aber so kriege ich den Kopf frei, weil ich etwas angestoßen habe und erste Dinge „erledigt“ sind. Und als Familie versuchen wir auch dienstliche Termine mit privatem zu verknüpfen. Zu einem Interview am Wochenende in der Kirche von Westerland auf Sylt kommt auch mal die Familie mit und es geht dann weiter an den Strand.

Warum sind Sie in der GKP? Wer hat Sie hineingebracht? Was hält Sie?
Nicole Stroth hat mich während unseres Volontariates darauf angesprochen und ich empfand es ein wenig als Ehrensache, als katholischer Journalist auch einem Bündnis für solche beizutreten. Mich hält die Gewissheit, bei Fragen oder Veranstaltungen auf Menschen zu treffen, die ähnlich gestrickt sind wie ich.

Was erwarten Sie von der GKP?
Erstmal erwarte ich von mir selber, dass ich an mehr Veranstaltungen der GKP teilnehme. Aber vielleicht steckt darin auch der Wunsch, dass auch mehr im Norden der Republik stattfindet. Von Kiel aus gesehen ist vieles ganz schön weit weg…

 

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