7 Fragen an Cordula Klenk

Seit 2016 arbeitet Cordula Klenk als Referentin für Flüchtlingshilfe beim Malteser Hilfsdienst im Bistum Eichstätt. Nach dem Theologiestudium war sie Wissenschaftliche Mitarbeiterin und Promovendin an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt, danach absolvierte sie ihre Ausbildung zur Pastoralreferentin. Sie verfasst für die Eichstätter Kirchenzeitung Beiträge zur Auslegung des Sonntagsevangeliums und ist im Bistum Eichstätt Autorin für die Geistlichen Impulse sowie Sprecherin für die Telekirche von tv.ingolstadt.

Ihr persönlicher Weg zum Journalismus?
Genau genommen bin ich eher publizistisch tätig. Die Verbindung zwischen der Kirche und den „Sozialen Kommunikationsmitteln“ fand ich schon immer spannend. Als Teil einer Religionsgemeinschaft, die davon Zeugnis gibt, wie das Wort Gottes in unsere Welt hinein geoffenbart wurde, sehe ich den Zusammenhang von Wort bzw. Sprache und Religion für uns als Gabe und Aufgabe. Das Spannende für mich dabei ist, der Situation und Leserschaft entsprechend, neue und „ungebrauchte“ Worte zu finden, um die Zeichen der Zeit in Kirche und Gesellschaft frei und kritisch zu deuten und in einen Zusammenhang zur Botschaft des Evangeliums zu setzen.

Ihre Vorbilder?
Inspirierend sind für mich oft die Beiträge der Zeit-Beilage „Christ und Welt“. Derzeit entdecke ich für mich die Texte, Gedichte und Psalmen von Petra Fietzek, wo ich die religiöse Sprache erfrischend neu komponiert finde.

Ihr schönstes Erlebnis im Beruf?
Das war ein Begegnungstag aller Geflüchteten und Ehrenamtlichen, die sich in den Malteser Integrationsdiensten engagieren und die aus allen bayerischen und thüringischen Diözesen in Nürnberg zusammen kamen, um sich dort in der Offenen Kirche St. Klara auf eine interreligiöse Spurensuche einzulassen. Hier kam – über alle sprachlichen, persönlichen, kulturellen und religiösen Verschiedenheiten hinweg – zum Ausdruck, was den und die Einzelne hoffen und glauben, weinen und lachen lässt. Abends konnte nur schwer in Worte gefasst werden, was an diesem Tag geschehen war, aber wenn die Sprache darauf kommt, fangen noch heute die Augen zu leuchten an.

Was halten Sie für unerlässlich für einen Journalisten?
Die nie versiegende Neugier an Menschen und Ereignissen. Den Mut, über das eigene Denken hinaus zu fragen und kritisch reflektierend Position zu beziehen. Das Handwerkszeug, um diesen Herausforderungen und Aufgaben gerecht zu werden.

Wie bringen Sie Privatleben und Beruf unter einem Hut?
Mit einem dicken Papierkalender, den ich wöchentlich und manchmal auch täglich regelrecht meditiere.

Warum sind Sie in der GKP? Wer hat Sie hinein gebracht? Was hält Sie?
Die GKP habe ich über meinen Mann, Christian Klenk, kennengelernt. Mit ihm habe ich schon mehrmals an den Besinnungstagen sowie an einer beeindruckenden Romreise teilgenommen. Die vielen Begegnungen, Gespräche, Impulse und nicht zuletzt die gemeinsamen liturgischen Feiern haben mir gezeigt, dass hier Menschen zusammenkommen, die Interesse daran haben, ihre journalistischen und publizistischen Tätigkeiten vor dem Hintergrund des „K“ zu reflektieren – und dies in einer vertrauensvollen und herzlichen Atmosphäre. Irgendwann wuchs in mir der Wunsch, in dieser Gemeinschaft nicht mehr nur Gast, sondern auch Mitglied sein zu dürfen.

Was erwarten Sie von der GKP?
Dass sie in Kirche und Gesellschaft ein Gremium bildet, das zu medien­ethischen oder kirchlichen Themen befragt und gehört wird und dass sie sich in Prozesse wie den des Synodalen Wegs oder auch in anderen Fragen, die beispielsweise im ZdK verhandelt werden, konstruktiv einmischt. Darüber hinaus freue ich mich auf viele weitere Treffen und Begegnungen.

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