7 Fragen an Alina Oehler

Alina Rafaela Oehler (Jahrgang 1991) ist freie Journalistin, Kolumnistin und Publizistin. Sie hat in Tübingen und Rom Theologie, Politikwissenschaft und Philosophie studiert und war währenddessen Stipendiatin am ifp in München. Es folgte ein Volontariat bei der Herder Korrespondenz in Berlin. Heute lebt sie mit Kind und Mann im Allgäu. Seit 2015 ist sie Mitglied in der GKP.

Ihr persönlicher Weg zum Journalismus?
Der war eigentlich sehr geradlinig: Für mich stand immer fest, dass ich einmal schreibend mein Geld verdienen möchte, auch wenn meine Vorstellungen anfangs sehr utopisch waren. Als junger Radsportfan hatte ich in einem Buch ein Bild vom ehemaligen Sprinter Marcel Wüst gesehen, der mit Laptop auf dem Schoß auf einem Steg in der Sonne sitzt. Darunter die Zeile: So schön kann Journalismus sein. So wollte ich auch mal arbeiten! Bei einem Praktikum in der Lokalredaktion der Heimatzeitung merkte ich schnell, dass das nicht der Alltag eines Journalisten ist – hatte aber doch Blut geleckt. Es folgte die freie Mitarbeit und unzählige Termine mit engagierten Kleintierzüchtern. Anschließend ein Studium, in dem ich mir ein gutes Allgemein- und Spezialwissen aufbauen konnte und parallel Praktika und die ifp-Ausbildung absolvierte. Und auch wenn der Alltag oft stressig ist, sitze ich heute manchmal tatsächlich mit Laptop am See...

Ihre Vorbilder?
Ein Vorbild in dem Sinne gibt es nicht. Wenn ich einen guten Text mit spannenden Gedanken oder einem überraschenden Dreh lese, lege ich ihn mir ab. In dieser Box liegen mittlerweile sehr viele Vorbilder... Von wem ich aber viel lernen durfte, waren neben den Ausbildern am ifp Christiane Florin, Raoul Löbbert und Volker Resing.

Ihr schönstes Erlebnis im Beruf?
Eine Kolumne für Christ&Welt schreiben zu dürfen und damit die vielen Leserbriefe, in denen oft stand: „Sie sprechen mir aus der Seele!“.

Was halten Sie für unerlässlich für einen Journalisten?
Neben den üblichen Tugenden vor allem Ideologiefreiheit. Die Zeit und Sorgfalt sich jedem Thema immer von allen Seiten nähern zu können, ohne vorab schon zu wissen, was man am Ende schreiben wird.

Wie bringen Sie Privatleben und Beruf unter einen Hut?
Für Selbstständige gilt das Bonmot „selbst und ständig“. Und das gebe ich gerne zu: als Mutter eines sechs Monate alten Sohnes, den ich unbedingt selbst betreuen möchte, ist das momentan besonders herausfordernd. Da helfen nur feste Struktur, Selbstdisziplin und tapfere Abende am Schreibtisch.

Warum sind Sie in der GKP? Wer hat Sie hineingebracht? Was hält Sie?
Ich bin auf die GKP durch ein ifp-Spezialseminar aufmerksam geworden, das von Joachim Frank geleitet wurde. Da Vernetzung in jedem Beruf wichtig ist, im journalistischen Metier aber vielleicht noch ganz besonders, fand ich die GKP interessant. Außerdem: Als junge Journalistin bekomme ich immer wieder (gerade im säkularen Umfeld) vermittelt, als praktizierende Katholikin einer scheinbar seltenen und eigenartigen Spezies anzugehören. Da tut es gut, wenn man ab und zu unter sich ist und sich nicht erklären muss...

Was erwarten Sie von der GKP?
Angebote sich zu vernetzen, Diskussion um innerkatholische Themen und Informationen aus der christlichen Welt.

 

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