Buchtipp: Die Welt als Leitartikel

Heribert Prantl Die Welt als LeitartikelHeribert Prantl besticht in vielen Leitartikeln als Ressortleiter Innenpolitik der Süddeutschen Zeitung mit einem Wissen, in dem sich auch seine Erfahrungen als Richter und Staatsanwalt spiegeln. In seinen drei Vorlesungen, die er bei der „Theodor-Herzl-Dozentur für die Poetik des Journalismus“ im April und Mai 2011 an der Universität Wien gehalten hat und die nun als Buch erschienen sind, wirbt er für einen Journalismus, dem die Leute vertrauen: „Die große Frage lautet nicht, wie man Klicks, Reichweite und Auflage schafft. Die große Frage lautet: Wie schafft man Vertrauen? Dann kommen auch Klicks, Reichweite und Auflage.“

Prantl äußert sich in den Wiener Vorlesungen zur Zukunft der Zeitung, zu den Leitartiklern und Kommentatoren als verkappte Politiker und zum Thema Pressefreiheit. Das Grundsätzliche ist sein Leitthema: Was hält die Gesellschaft zusammen? Wie hat sich die Politik seit dem 11. September 2001 verändert? Was ist das Betriebssystem für Europa – der Euro oder die Demokratie? Seine Aufgabe als politischer Journalist sieht Prantl vor allem darin, für Grundrechte und Grundfreiheit einzutreten. Ergänzt wird das Buch durch eine Reihe von Werkstatt-Texten, die Prantls Haltung und Arbeitsweise illustrieren. (rub)

Heribert Prantl: Die Welt als Leitartikel. Zur Zukunft des Journalismus. Theodor-Herzl-Vorlesung. Hrsg. von Hannes Haas. Picus Verlag. ISBN 978-3-85452-683-4 Euro 14,90

 

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