Buchtipp: Die Spiegel-Affäre

Es war eine der größten politischen Affären der deutschen Nachkriegszeit: Im Oktober 1962 veröffentlichte das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ einen Artikel, in dem die Bundeswehr als „bedingt abwehrbereit“ beschrieben und die auf Atomwaffen setzende militärische Strategie des damaligen Verteidigungsministers Franz Josef Strauß scharf attackiert wurde. Die Staatsanwaltschaft ging wegen des Verdachts des Landesverrats gegen den Spiegel vor und ließ sowohl Herausgeber Rudolf Augstein als auch den Autor der Titelgeschichte und weitere Mitarbeiter in Untersuchungshaft nehmen. Dieser Angriff auf die Pressefreiheit rief damals heftige Proteste in der Öffentlichkeit hervor. Historiker, Journalisten und Zeitzeugen untersuchen nun 50 Jahre später die Ursachen und Folgen der „Spiegel-Affäre“ sowie ihre Bedeutung für Demokratie und Meinungsfreiheit in der Bundesrepublik. (rub)

Martin Doerry / Hauke Janssen (Hrsg.): Die SPIEGEL-Affäre. Ein Skandal und seine Folgen. Deutsche Verlags-Anstalt. ISBN 978-3-421-04604-8. Euro 29,99

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