Buchtipp: Das Selbstgespräch der Zeit

Seit wann existiert moderner Journalismus? Der Kommunikationswissenschaftler Thomas Birkner untersucht in seiner Dissertation, wie sich der Journalismus seit dem Erscheinen der ersten Zeitung im Jahr 1605 aufgrund der gesellschaftlichen Rahmenbedingungen verändert hat: Urbanisierung und Alphabetisierung, Ökonomisierung und Technisierung sowie Demokratisierung und Verrechtlichung haben vor allem im 19. Jahrhundert ihre Spuren hinterlassen. Deshalb steht die Auseinandersetzung mit der Ausdifferenzierung des Journalismus zwischen 1874 und 1914 im Mittelpunkt des Buches in der Reihe „Öffentlichkeit und Geschichte“. Während in expandierenden Verlagsunternehmen die wirtschaftlichen und institutionellen Strukturen für den modernen Journalismus gelegt wurden, verständigten sich Journalisten in dieser Zeit durch Ratgeberbücher und in Berufsverbänden über ihr Selbstverständnis und die redaktionellen Arbeitsroutinen. Noch vor dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges übernahm der Journalismus die Moderation im „Selbstgespräch der Zeit”. (rub)

Thomas Birkner: Das Selbstgespräch der Zeit. Die Geschichte des Journalismus in Deutschland 1605-1914. Reihe „Öffentlichkeit und Geschichte“ Band 4. Herbert von Halem Verlag. ISBN 978-3-86962-045-9 2011 Euro 30,00

 

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