Buchtipp: c.h.m.

„Claus Heinrich Meyer zählte zu jenen Journalisten, ohne die die Süddeutsche Zeitung nicht geworden wäre, was sie ist“, urteilte SZ-Chefredakteur Kurt Kister einmal. Meyers Kürzel war "chm" und diese drei Buchstaben, gesprochen "ze-ha-emm", waren sein Rufname in der Münchner Zeitung. Im Jahr 1964 kam er zur SZ und begann dort als Innenpolitiker, aber mit den Jahren erschloss er sich immer neue Themengebiete. Legendär waren seine Reportagen über die Bonner Republik oder seine Städteporträts. Jahrzehntelang prägte Meyer auch mit anderen zusammen das Streiflicht, die berühmte Glosse auf Seite eins, von denen er in all den Jahren rund 2000 verfasste. Der gebürtige Gelsenkirchener war ein Autor, der alle journalistischen Formen souverän beherrschte: Essays, Rezensionen, Porträts, Leitartikel und Kommentare, aber auch die Fotografie. Seine „Zeitungsstücke“ – Texte wie Bilder – sind nun in einer von Gernot Sittner getroffenen Auswahl als Buch erschienen. (rub)

Gernot Sittner (Hrsg.): c.h.m. Claus Heinrich Meyer. 
Essays, Glossen, Reportagen, Fotografien. Süddeutsche Zeitung Edition. ISBN 978-3-86615-973-0 Euro 24,90

 

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