Frankfurter Rundschau

Die Frankfurter Rundschau (FR) wurde am 1. August 1945 auf Veranlassung der US-amerikanischen Besatzungsmacht als unabhängige Tageszeitung mit der Lizenznummer 2 gegründet. Vom 1. Oktober 1946 an kam die FR dreimal wöchentlich heraus. Bereits im August 1947 wurde eine Deutschland-Ausgabe ins Leben gerufen, zunächst als Abendausgabe mit dem Datum des folgenden Tages, die für den Versand außerhalb Frankfurts und ins Ausland bestimmt war. Erst vom 21. Juli 1948 an konnte das Blatt täglich erscheinen. Die Bezeichnung der FR als linksliberal oder sozialliberal geht auf den langjährigen Chefredakteur Karl Gerold zurück, der die überregionale Tageszeitung von 1948 bis 1973 leitete. Mehr als 51 Jahre lang hatte die Redaktion der FR ihren Sitz mitten in der Frankfurter Innenstadt im Rundschau-Haus. 2005 zog die Redaktion in den Stadtteil Sachsenhausen um. Seit 2004 hält die Karl-Gerold-Stiftung nur noch einen Stammkapitalanteil von 10 Prozent, die SPD-eigene Medienholding DDVG übernahm 90 Prozent der Anteile am Druck- und Verlagshaus als Herausgeberin der FR. Im Juli 2006 verkaufte die DDVG 50 Prozent der Anteile plus eine Aktie an den Kölner Verlag M. DuMont Schauberg. Seither hält die DDVG 40 Prozent des Kapitals, 10 Prozent verblieben bei der Karl-Gerold-Stiftung. Im dritten Quartal 2012 hatte die FR, die seit 30. Mai 2007 im Tabloid-Format  erscheint, eine verkaufte Auflage von 117.996 Exemplaren. Chefredakteur ist seit 2012 Arnd Festerling. Am 13. November 2012 wurde beim Amtsgericht Frankfurt Insolvenzantrag gestellt.

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