Künstlersozialkasse

Rund 170.000 Künstler und Publizisten in Deutschland sind unter dem Dach der gesetzlichen Sozialversicherung pflichtversichert, obwohl sie selbstständig sind. Die dafür zuständige Künstlersozialkasse (KSK) wird finanziert durch die Beiträge der Künstler selbst sowie eine Abgabe der verwertenden Unternehmen und einen Zuschuss des Bundes. Das Modell der KSK mit Sitz in Wilhelmshaven ist weltweit einzigartig: Die Versicherten wie etwa freie Journalisten, Fotografen, Web- und Multimediadesigner zahlen für ihre Kranken-, Pflege- und Rentenversicherung Beiträge, die dem Arbeitnehmeranteil der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten gleichen. Den Teil der Sozialversicherung, den bei Arbeitnehmern die Arbeitgeber zahlen, übernimmt bei den freischaffenden Künstlern die KSK. Jene Unternehmen, die freie Künstler und Publizisten beauftragen und deren Arbeiten weiterverwerten, sind deshalb verpflichtet, eine Verwerterabgabe an die KSK zu zahlen. Mit rund 150 Millionen Euro beträgt der Bundeszuschuss schließlich rund 20 Prozent des Gesamtbudgets der KSK. Grundsätzlich sind nach dem Künstlersozialversicherungsgesetz zwar alle selbstständigen Künstler und Publizisten versicherungspflichtig. Doch die KSK, die seit 1983 freischaffende Künstler sozialversichert, entscheidet jeden Fall individuell.

www.kuenstlersozialkasse.de

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