Inter mirifica

Zum ersten Mal in der Geschichte der ökumenischen Konzilien beschäftigte sich das II. Vatikanische Konzil (1962-1965) in einem eigenen Dokument mit dem Thema der sozialen Kommunikation. Da Begriffe wie Massenkommunikation oder audiovisuelle Medien nicht genügend und umfassend das ausdrückten, was die Konzilsväter sagen wollten, hatte bereits die Vorbereitungskommission den Begriff der „sozialen Kommunikation“ vorgeschlagen. Das Konzilsdekret über die sozialen Kommunikationsmittel Inter mirifica wurde von den Konzilsvätern bereits als zweites Dokument verabschiedet und von Papst Paul VI. am 4. Dezember 1963 verkündet. Schon während der Beratung und auch nach seiner Veröffentlichung wurde das Dekret jedoch als unzureichend kritisiert. Aus dem ursprünglichen Entwurf mit 144 Abschnitten blieben am Ende nur 24 übrig. Von allen Konzilsdokumenten erhielt Inter mirifica bei der endgültigen Abstimmung die meisten Neinstimmen. Der Abschnitt 23 des Konzilsdekrets verlangte wohl auch deshalb eine eigene Pastoralinstruktion, die dann 1971 mit der Instruktion „Communio et Progressio“ veröffentlicht wurde. Außerdem wurde in Abschnitt 18 die Einführung eines Welttages der sozialen Kommunikationsmittel gefordert. Dieser „Mediensonntag“ wurde 1965 eingeführt, zu dem der Papst seither jedes Jahr eine speziell auf die Medien ausgerichtete Botschaft veröffentlicht.

Dekret über die sozialen Kommunikationsmittel Inter mirifica

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