ARTE

Der deutsch-französische Kultursender ARTE (Association Relative à la Télévision Européenne, „Zusammenschluss bezüglich des europäischen Fernsehens“) mit Sitz in Straßburg ging vor 20 Jahren, am 30. Mai 1992, auf Sendung. Er war durch einen Staatsvertrag vom 2. Oktober 1990 − einen Tag vor der Deutschen Einheit – zwischen Frankreich und den damaligen zehn westdeutschen Bundesländern sowie West-Berlin gegründet worden. Der sozialistische Präsident François Mitterrand und die beiden Christdemokraten Bundeskanzler Helmut Kohl und Baden-Württembergs Ministerpräsident Lothar Späth hatten zuvor die Vision, ein gemeinsames Fernsehprogramm könne dazu beitragen, Deutsche und Franzosen über die Kultur einander näher zu bringen und die kulturelle Integration Europas zu fördern. Heute liefern die gemeinsam von ARD und ZDF getragene ARTE Deutschland TV GmbH sowie der französische Partner ARTE France jeweils 40 Prozent der von ARTE gesendeten Programme, die Zentrale 20 Prozent. Im März 2011 löste Véronique Cayla als Präsidentin Jérôme Clément an der Spitze von ARTE ab, eine Funktion, die der Intellektuelle mit jüdischen Wurzeln seit der Gründung des Senders vor 20 Jahren innehatte.

www.arte.tv/de

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