Bernhard Meuser leitet Sankt-Ulrich-Verlag und initiiert Jugendkatechismus

Bernhard Meuser (57), bisher Leiter des Münchner Pattloch-Verlags, ist seit 1. Juli neuer Geschäftsführer des Augsburger Sankt-Ulrich-Verlags (SUV). Die Position war durch die Entlassung von Dirk Hermann Voss frei geworden, der enger Vertrauter des zurückgetretenen Augsburger Bischofs Walter Mixa war. Meuser ist aber auch Initiator des Jugendkatechismus „Youcat“, der in Spanien erstmals beim Welttreffen der katholischen Jugend mit Papst und Bischöfen zum Einsatz kam.

Mit dem „Youcat“ bescherte der Theologe seinem bisherigen Arbeitgeber, der zum Weltbild-Konzern gehört und auch die internationalen Rechte an dem Katechismus hält, einen Weltbestseller. Auf sein Honorar verzichtete der Überzeugungstäter ebenso wie seine drei Co-Autoren - zugunsten weiterer Projekte der Jugendevangelisation, die nun von Augsburg aus koordiniert werden sollen.
„Mit Bernhard Meuser konnten wir einen Autor und Verleger gewinnen, der Menschen mit seinen Büchern für den Glauben begeistert“, sagte der Augsburger Bischof Konrad Zdarsa. Mit der Personalie sei auch eine Neuausrichtung der inhaltlichen Arbeit des Verlags verbunden. So werde sich dieser künftig besonders der Neuevangelisierung widmen. Ziel sei es, das Evangelium Jesu Christi wieder neu in jenen Ländern zu verwurzeln, in denen es durch die Säkularisierung an Bedeutung verloren habe.

Die Ideen, was sich alles noch aus dem „Youcat“ machen lässt, nahm Meuser in die Fuggerstadt mit – und fand bei Bischof Konrad Zdarsa ein offenes Ohr. Mit Unterstützung der Diözese entsteht in Augsburg ein „Youcat“-Institut. Das Institut soll die zentrale Plattform für alle weiteren Aktivitäten sein, vom Webshop bis zu interaktiven Internetanwendungen. Der Verleger spricht von einem Startup-Unternehmen, das sich finanziell selber tragen soll und außer einer Sicherstellung beim Anschub keinen Euro Kirchensteuer in Anspruch nimmt. „Youcat wird eine ganz starke internationale katholische Jugendmarke sein“, prophezeit der verheiratete Vater von drei Kindern.
Meuser war schon vor dem „Youcat“ kein Unbekannter in der katholischen Publizistik. Doch der Jugendkatechismus stellt alles Bisherige in den Schatten. Dabei stand ein solches weltweit angebotenes Lern- und Arbeitsbuch ursprünglich gar nicht auf der Agenda des Vatikan. Vor fünf Jahren war es nur eine Idee. Meuser hat sie alle überzeugt, bis hinauf zum Papst. „Studiert den Katechismus!“, schreibt Benedikt XVI. im Vorwort. „Bildet  Lerngruppen und Netzwerke, tauscht Euch im Internet aus.“

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