Frater Michael OPraem

Die Redaktion der Mitgliederzeitschrift "GKP-Informationen" lädt jeden Monat ein GKP-Mitglied dazu ein, sich selbst vorzustellen, indem sie ihm sieben  Fragen stellt. Im Septemberheft wurde Prämonstratenser-Frater Michael befragt.


Frater Michael O.PraemFrater Michael OPraem (38) gehört dem Orden der Prämonstratenser an und wohnt in Duisburg in der Abtei Hamborn. Vor drei Jahren ist er nach dem Theologiestudium dem Orden beigetreten. Im nächsten Jahr folgt wahrscheinlich die ewige Profess und im Anschluss die Weihen. Er ist Dipl.-Theologe, Feuerwehrseelsorger der Berufsfeuerwehr Duisburg und hat die journalistische Medienausbildung für Theologen am ifp München erfolgreich absolviert. Frater Michael ist Chefredakteur der Hauszeitschrift „prOpraem“, die zweimal im Jahr erscheint. Seit 2010 ist er Mitglied in der GKP.

Ihr persönlicher Weg zum Journalismus?
Zum Journalismus bin ich wie die Jungfrau zum Kinde gekommen: Mein Abt hat mir vorgeschlagen, die Medienausbildung in München zu machen. Zuerst war ich skeptisch. Ich und Journalismus…?? Aber die Ausbildung hat mir Spaß gemacht und der neugierige Kontakt zu Menschen hat mich begeistert. In der Ausbildung habe ich gutes Rüstzeug an die Hand bekommen, die Ausbildung hat Spaß gemacht und im Kurs hatten wir viel zu lachen! Jetzt bin ich für die Öffentlichkeitsarbeit der Abtei im Bezug auf unseren Anbau und unser Jubiläum, 875 Jahre Abtei Hamborn, zuständig, sowie für unsere Hauszeitschrift „prOpraem“. Das Zusammenstellen der Themen, das Schreiben, Denken und Tun macht mir Spaß und ist immer wieder eine Herausforderung.

Welches sind ihre Vorbilder?
Mit Vorbildern ist das so ne Sache. Namentlich zu nennen, vermag ich keinen. Aber ich bin von einigen Menschen schon begeistert. Zum Vorbild taugt jeder und jede, die nicht durch den (Redaktions-)Alltag abstumpft, bereit ist, aus gemachten Fehlern zu lernen und es vermag, sich selbst nicht allzu ernst zu nehmen und sich nicht ständig in den Vordergrund drängt.

Ihr schönstes Erlebnis im Beruf?
Das ist schwer zu sagen, da ich ja noch nicht so lange „dabei“ bin und es auch nicht meine Hauptbeschäftigung ist. Am Anfang war ich immer ganz begeistert, dass meine Pressemitteilungen in den Zeitungen auch wirklich abgedruckt wurden – dies war ein schönes Erfolgserlebnis. Aber sonst scheint es mir zu früh zu sein, ein Resümee über mein (Arbeits-) Leben zu ziehen.

Was halten Sie für unerlässlich für einen Journalisten?
Neugier, Hartnäckigkeit und Fairness als Grundfesten. Natürlich kommt es immer darauf an, wie der konkrete Auftrag lautet – welche Perspektive eingenommen wird. Es gibt auch Themen, da ist eher Sensibilität gefordert. Der Journalist sollte sich aber immer als eine Art Anwalt oder als Sprachrohr der Leser verstehen: knallhart nachgefragt.

Wie bringen Sie privates Leben und Beruf unter einen Hut?
Welches Privatleben? Es ist schwer, dies zu trennen, da ich in meinem Klosterleben ständig mit allen Fragen zu jeder Zeit konfrontiert werde. Mein Zimmer ist Büro und Wohnraum zugleich, da fällt es mir schwer immer abzuschalten und die Grenzen zwischen privat und dienstlich werden überschritten. Es ist für mich ein ständiger Lernprozess und eine große Herausforderung, die Trennung zu vollziehen und auch durchzuhalten.

Warum sind Sie eingetreten?
Aufmerksam gemacht hat mich Arnulf Salmen von der DOK. Seit gut einem Jahr bin ich nun schon dabei. In der GKP bin ich, da ich Kontakt zu anderen Journalisten suche und in ein Netzwerk eingebunden werden möchte. Einen kollegialen Austausch finde ich sehr wichtig, denn dabei kann ich selbst reflektieren, einen anderen Blick auf meine Arbeit bekommen und auch die ein oder andere Anregung aufgreifen.

Was erwarten Sie von der GKP?
Vernetzung; und dass die GKP auch kirchliche Themen aufgreift und aus katholischer Sicht eine überzeugende Position einnimmt: also eine kritische Positionierung innerhalb der Kirche und der Welt.

Das Interview in den GKP-Informationen

7 Fragen - Übersichtsseite

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