Blick nach vorn – gemeinsam!

Es kommentiert
Matthias Kopp
Wieder ist eine Veranstaltung der GKP ausgefallen, diesmal das mit viel Mühe vorbereitete Kolloquium in Erfurt anlässlich des 20. Jahrestages des Mauerfalls in Deutschland. Das „wieder“ hat seine Bedeutung, denn auch den Besinnungstagen ist es in den vergangenen Monaten nicht gut ergangen. Aber neben dem Lamentum gibt es auch die andere Seite: gut besuchte Veranstaltungen mit hoher Erfolgs- und Nutzenquote, von der Jahresversammlung in Freising über den Workshop mit dem Bundespresseamt bis hin zu den GKPReisen und Verleihungen des Katholischen Medienpreises.
Bleiben wir einen Moment beim Erfurter Kolloquium: Hochkarätige Referenten zu einem mehr als aktuellen Thema waren geladen, aber keine drei Hände voll Mitglieder haben sich angemeldet. Ursachenforschung war angesagt, warum die erschreckende Resonanz, warum die (nicht erstmalige) Absage? Schlechter Termin, unattraktives Programm, entfernter Tagungsort? Im Vorstand sind wir dabei, die Lage zu analysieren und – trotz Enttäuschung – weiter an einem guten Programm für den Verband zu arbeiten. Wir brauchen wegen abgesagter Veranstaltungen nicht in Sack und Asche zu gehen, denn da sind wir in guter Gesellschaft mit anderen katholischen Verbänden und säkularen Anbietern. Aber es soll uns nicht beruhigen, sondern um so mehr motivieren: Was braucht der Verband, was wollen seine Mitglieder?
Diese beiden Fragen bewegen uns im Vorstand. Die kontinuierlich neu eintretenden Mitglieder sind ein guter Beweis dafür, dass der Verband Attraktivität und Strahlkraft nach außen hat. Diese neuen Mitglieder brauchen bei uns ein Gefühl von Heimat. Dazu dienen die jährlichen Treffen der gesamten GKP irgendwo in der Republik, dazu dienen aber vor allem die Regionalgruppen, deren Wert und deren lokales Engagement nicht zu unterschätzen sind.
Nochmals: Was braucht der Verband, was wollen seine Mitglieder? Die Fragen gehen uns alle an. Eine Absage kann auch als Aufgabe verstanden werden: Wir müssen zusammen in unserer GKP arbeiten und sie nach vorne bringen. Deshalb brauchen wir eine Kommunikation untereinander, damit der Vorstand, der vornehmlich die Dinge organisiert, weiß, was seine Mitglieder wollen. Instrumente dazu gibt es, vom Ecircle über das Internet bis hin zu persönlichen Kontakten. Die Vitalität des Verbandes hängt nicht nur vom Tätigkeitsprofil Gewählter ab sondern gerade von den Mitgliedern. Deshalb: Richten wir den Blick nach vorn – gemeinsam! Vor einem Jahr haben wir unser 60-jähriges Bestehen gefeiert und die Mitgliederzahl ist erfreulich stabil. Als Interessengemeinschaft werden wir wahrgenommen und wollen gerade dieses Profil schärfen, in dem wir uns als GKP verstärkt in medienpolitische Debatten und Entwicklungen mit einbringen. Nach außen und innen muss klar sein: Mit uns, der GKP, kann man rechnen. In Kirche und Gesellschaft.
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