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Kommentare im Jahr 2008Januar
Wahrnehmbar bleiben! Die GKP mag kein Platzhirsch unter den deutschen Journalistenverbänden sein, aber sie ist mehr als existent: sie ist wahrnehmbar und präsent! Wer (noch immer) meint, die GKP sei ein netter katholischer Club junger und pensionierter Journalisten, die sich einmal im Jahr zur Mitgliederversammlung treffen, dann bei der einen oder anderen Regionalveranstaltung einander begegnen und ansonsten die „Informationen“ lesen, hat sich getäuscht. Wenn er aktiv am Leben der GKP mitwirkt. Gerade im jetzt zu Ende gegangenen Jahr haben wir als GKPhäufig und klar und vor allem zügig Stellung bezogen. In den endlosen Debatten der vorbereitenden Sitzungen für die Innenministerkonferenzen im Frühjahr und Spätherbst, bei denen es um die Anerkennung von Journalistenausweisen auch anderer Presseorganisationen als der großen (d. h. über 1000 Mitglieder starken) Verbände ging, war die GKP mehr als präsent. Tatsächlich hatten wir die Akzeptanz von einer großen Vereinigung, die uns in der Innenministerkonferenz den Rücken stärken wollte. Andere lehnten aufgrund einer Gefährdung des Status quo ab. Immerhin: Weil letztlich keine Einigung zwischen den großen mit Blick auf die kleinen Verbände möglich war, ist der bundeseinheitliche Presseausweis bald nur noch Makulatur - bis sich alle geeinigt haben. Aber auch an anderen Stellen ist die GKP wahrnehmbar: Sei es bei zahlreichen Interventionen der GKP-Vertreter und GKP-Mitglieder im Zentralkomitee der Deutschen Katholiken, sei es als anerkannte Gesprächspartner hochrangiger politischer und kirchlicher Vertreter bei unseren letztjährigen Auslandsreisen vor allem nach Irland, Israel und Palästina. Die Liste der Beispiele ist länger, als ich sie hier zusammenfassen kann. Ich meine: Nach einem weiteren guten Jahr ihrer Arbeit hat die GKP gezeigt, dass sie eben mehr ist als ein Club, sondern das sie wahrnehmbare Größe in der deutschen Medienlandschaft ist. Damit wir uns recht verstehen: Wir sind kein Global player in der deutschen Medienszene, aber wir sind auch keine Unbekannten, die immer neu ihre Existenz erklären müssen. Das gilt für den säkularen genauso für den kirchlichen Raum. Deshalb kann die GKP im 60. Jubiläumsjahr ruhig ein bisschen stolz sein, von großen deutschen Medienverbänden, Verlagshäusern und Medienschaffenden als Partner anerkannt zu sein. Darum kann die GKP auch zufrieden sein, in verschiedenen kirchlichen Bereichen als Ansprechpartner um Rat und Hilfe gefragt zu werden. Und noch eines ist wichtig: Die GKP ist zum Handeln bereit. Wo Arbeit anfällt, packt der Verband an. Eindrucksvoll hat er das anlässlich der kurzfristigen Übernahme der Organisation und Durchführung der Verleihung des Katholischen Medienpreises im vergangenen Jahr bewiesen. In diesem Sinne: Es ist gut, dass es die GKP gibt und sie ist so unverzichtbar wie vor 60 Jahren. Was wir brauchen sind engagierte Mitglieder, die helfen, genau das zu ermöglichen: Wahrnehmbar zu bleiben. Daher wünsche ich der GKP zum 60. Geburtstag im Jubiläumsjahr ein herzliches: Ad multos annos! Matthias Kopp Februar Standort 184 Mitglieder der GKP unterzogen sich der Mühe, im Rahmen einer soziologischen Untersuchung der Universität Eichstätt einen umfangreichen Fragebogen zu ihrem Lebens- und Berufsverständnis auszufüllen. Dafür sei ihnen herzlich gedankt, denn die auf der Basis dieser Befragung entstandene Diplomarbeit vermittelt eine ganze Reihe von Erkenntnissen, was unsere Mitglieder besonders verbindet, aber auch wo Trennungslinien verlaufen. Die im Herbst 2006 veröffentlichte Journalismus Studie von Weischenberg/Scholl/Malik hatte ergeben, dass 52 Prozent der Journalisten und 67 Prozent der Journalistinnen kinderlos sind. Bei den GKP - Mitgliedern lauten die entsprechenden Zahlen 27,9 Prozent und 52,3 Prozent, darüber hinaus haben diese Eltern zu über 80 Prozent mehr als ein Kind. Dies ist sicher ein Ergebnis der konfessionellen Prägung, denn fast alle katholischen Journalisten haben im Elternhaus eine religiös ausgerichtete Sozialisierung erfahren. Die Tatsache ist aber auch ein überzeugender Beweis dafür, dass diese Prägung nicht oberflächlich war, vielmehr weiterwirkt, die Einstellung zum Leben prägt. Das sollte ja Konsequenzen für Verständnis des eigenen Berufs haben. Und so ist es auch. 79,8 Prozent der katholischen Journalisten wollen sich für Benachteiligte in der Gesellschaft einsetzen, bei der Gesamtheit der Journalisten ist dies nur 29 Prozent wichtig, für die Themenfelder „positive Ideale vermitteln“ und „Lebenshilfe bieten“, lauten die entsprechenden Prozentzahlen: 77,7 Prozent : 40 Prozent, bzw. 71,2 Prozent : 44 Prozent. Andererseits wollen von der Gesamtheit der Journalisten 37 Prozent den Adressaten Unterhaltung und Entspannung bieten, von den katholischen Journalisten dagegen nur 16,2 Prozent – vielleicht liegt mancher bescheidene Erfolg einer Publikation in dieser Geringschätzung des Unterhaltungswertes begründet. Einig sind sich der „Durchschnittsjournalist“ aus der Journalismus Studie und der katholische Journalist; dass sie neutral und präzise informieren, komplexe Sachverhalte erklären und die Realität abbilden wollen. Diesen Grundbedingungen des Journalismus fühlen sich alle GKP-Mitglieder verpflichtet. Bei den Themenfeldern allerdings ergeben sich Unterschiede nach dem Medium, bei dem sie beschäftigt sind. Eine besonders deutliche Differenzierung: Glaubensthemen anzusprechen, halten 89 Prozent der Kollegen für wichtig, die für kirchliche Medien arbeiten, aber nur 57,7 Prozent der Kollegen die für säkulare Medien tätig sind, wobei nicht übersehen werden sollte, dass diese 57,7 Prozent immerhin deutlich mehr als die Hälfte sind. Die katholische Kirche schreibt in ihren für die Medien relevanten Dokumenten den Journalisten auch die Aufgaben der Evangelisierung und der Verbreitung der Frohen Botschaft zu. Das allerdings ist eine Erwartung, die im Selbstverständnis der katholischen Katholiken nicht als Aufgabe gesehen wird, als Missionare sehen sie sich nicht. Die wenigen Beispiele machen hoffentlich klar, dass es spannend und hilfreich ist, sich mit der Eichstätter Studie zu beschäftigen. Sie sollen nur den Appetit annregen. Wir haben daher Nicole Stroth, die Autorin der Diplomarbeit zu einem Referat auf der Jahrestagung eingeladen. Wir versprechen uns einen lebhaften Meinungsaustausch der Mitglieder und hoffen, daraus Erkenntnisse für die zukünftige Arbeit des Vorstandes gewinnen zu können. Georg Stingl März Die GKP wird 60 „Sechzig Jahre und kein bisschen weise, aus gehabtem Schaden nichts gelernt…“ heißt es in einem Schlager von Curd Jürgens. Wenn die GKP in diesem Monat in Bensberg ihr 60jähriges Jubiläum feiert, muss sie sich auch fragen lassen, ob sie in diesen Jahren etwas gelernt hat, ob sie weiser geworden ist. Nun ist das bei Vereinen so eine Sache, denn woran misst man dies? Sind wir als Verband etablierter und mehr anerkannt? Immer noch muss man unseren Gesprächspartnern erklären, wer wir sind, müssen Kolleginnen und Kollegen aufmerksam gemacht werden auf die GKP, weil wir zu wenig präsent sind in der überfüllten Medienlandschaft. Ich bin trotzdem davon überzeugt, dass die GKP ihren Platz gefunden hat im Spektrum der katholischen Verbände einerseits und in den Reihen der Journalisten andererseits. Die Gründerväter der GKP hatten vor allem die Einzelnen im Blick, denen sie Zusammenhalt und Heimat geben wollten. Die politische Dimension eines Verbandes, der in der Kirche Kompetenz in Medienfragen repräsentiert und einbringen möchte, stand in der Nachkriegszeit nicht so stark im Vordergrund. Wir sind überzeugt, dass die katholische Kirche in einer von Medien geprägten Gesellschaft diese Kompetenz dringend braucht und auch darauf zurückgreifen sollte. Und auf der anderen Seite benötigt eine säkularisierte Medienwelt die Stimme derer, die im journalistischen Alltagsgeschäft den christlichen Glauben und ethische Prinzipien nicht vergessen. Und wie steht es um die Fehler der Vergangenheit, die wir heute vermeiden sollten? Zu den Verlusten, die es zu beklagen gilt, zählt für mich vor allem der internationale Bereich. Mit den deutsch-französischen Publizistentreffen hat die GKP über Jahrzehnte zur Völkerverständigung beigetragen, und auch die Dreiländertreffen mit Österreich und der Schweiz brachten stets gute Impulse. Nach dem Ausstieg der ausländischen Partnerverbände ist es uns nie mehr gelungen, an diese Tradition anzuknüpfen, die Öffnung zu den polnischen Journalisten blieb eine einmalige Aktion. Wir können uns zwar entschuldigen, dass nicht wir die Fäden haben abreißen lassen, aber wir waren auch nicht kraftvoll und kreativ genug, dieser Entwicklung gegenzusteuern. Mit unseren hervorragenden und beliebten Reisen können wir einen kleinen Ausgleich dafür schaffen, aber es bleibt eine Einbahnstrasse in der Kommunikation. Gäbe es neue und andere Modelle, die wir in Angriff nehmen sollten? „Sechzig Jahre auf dem Weg zum Greise, und doch sechzig Jahr davon entfernt.“ Den Schluss des Liedes von Curd Jürgens kann ich für die GKP voll unterschreiben. Vergreist sind wir noch lange nicht. Dass wir den Wechsel der Generationen geschafft haben und zu unseren langjährigen, treuen Mitgliedern immer wieder neue und junge Kolleginnen und Kollegen aufnehmen dürfen, erfüllt mich mit Stolz. Gehen wir also mit Energie und Freude an die nächsten sechzig Jahre, im Wissen darum, dass dann andere feiern werden, die hoffentlich stolz sind auf die Grundlagen, die wir jetzt legen. Michaela Pilters April
Keine Achter-Bahn Die Acht hat es in sich. „Seien wir nicht abergläubisch, aber es beginnt ein Jahr, das eine Acht am Ende trägt.” So stimmte der tschechische Präsident Václav Klaus nicht nur mit Blick auf 1618, 1948 und 1968 schon in der Neujahrsansprache seine Landsleute auf 2008 ein. Die Acht hat es in sich. Das ließe sich auch für die katholische Publizistik und die GKP sagen: 1948 war für die GKP das vom Geist des Aufbruchs geprägte Gründungsjahr, in dem der Jesuitenpater Heinrich Jansen Cron beim Mainzer Katholikentag Gleichgesinnte um sich versammelte. Ein Hauptteil der Aktivitäten erstreckte sich danach auf Aufbau und Pflege von Kontakten zu katholischen Kollegen aus anderen Ländern. Bereits in diesem Jahr startete die GKP aber auch die Förderung des Nachwuchses und die Bemühungen um ihn, was sich künftig wie ein Leitfaden durch das Leben der GKP zog. Am Anfang war 1948 die „Werkwoche katholischer Publizisten“ in Walberberg, der später eine ganze Reihe von Kursen für Jungredakteure und Volontäre folgte – übrigens lange bevor die Verleger und Gewerkschaften erst Anfang der 90er Jahre in Tarifverträgen den Volontariaten eine feste Struktur gaben. Denn nur wer gut ausgebildet ist, kann als Journalist das tägliche Bild der Welt zeichnen, das der Mensch für seine Reflexion benötigt; kann „Geschichtsschreiber des Augenblicks“ sein, wie es Albert Camus einmal nannte. Zunächst an verschiedenen Orten, fand die Reihe der Fortbildungs- und Nachwuchskurse vom Ende der 50er bis Mitte der 70er Jahre in der Thomas-Morus-Akademie in Bensberg eine feste Heimat – jenem Ort, in dem GKP heute wieder ihren Sitz hat und gerade bei der Jahrestagung 2008 ihr 60jähriges Bestehen feierte. Die GKP hat sich stets neuen Themen, neuen Medien geöffnet. Die GKP-Mitglieder offensichtlich auch, wie die Studie von Nicole Stroth jetzt bei der Bensberger Jahrestagung zeigte: Das journalistische Selbstverständnis der Großväter-Generation, die nach 1948 die GKP prägte, ist heute eine andere als die der Väter-Generation nach 1968 und die der Enkel nun um das Jahr 2008. Der Austausch untereinander und die internationalen Kontakte mit französischen und österreichischen Journalisten kennzeichnete die GKP in den 60er Jahre ebenso wie die Sorge um den Nachwuchs. Dass 1968 in München das Institut zur Förderung publizistischen Nachwuchses (ifp) gegründet wurde, war wiederum eine Folge der Diskussionen, an denen sich GKP-Mitglieder als Berater in der Publizistischen Kommission der Bischofskonferenz beteiligten. Vermutlich ist nun 2008 wieder kein schlechtes Jahr: Eines, in dem das ifp – wie einst die GKP mit den Fortbildungskursen in Bensberg – jetzt im April in einem ehemaligen Kapuzinerkloster in München seßhaft wird. Eines, in dem die GKP ihr Bemühen um Qualitätssicherung wie seit 1948 mit Veranstaltungen fortsetzt. Beide eint mit Blick auf die nächsten Achter-Jahre das Bemühen um gut ausgebildete Journalisten. Vermutlich wieder ein gutes Achter-Jahr. Bernhard RudeMai
Wenn Sinus nichts mehr mit Mathematik zu tun hatDas Bestreben, die Gesellschaft in der man lebt zu begreifen, ist ein altes philosophisches, aber vor allem soziologisches Bedürfnis. Der Mensch will wissen, in welcher Gesellschaft er lebt, welche Gruppen es innerhalb dieser Gesellschaft gibt und – hier liegt ein ganz besonderes Interesse – welcher Gruppe er selbst angehört. Die Einordnung in Kaste, Stand, Schicht, Klasse und Milieu ist nichts Neues. Von Platon bis Hegel, von Marx bis Habermas – unzählige Philosophen, Soziologen und Gesellschaftskritiker haben sich mit Staats- und Gesellschaftstheorien beschäftigt. Die neuesten Studien wollen in Erfahrung bringen, wie die Menschen in dieser Gesellschaft denken, was sie bevorzugen, welche Wünsche sie für die Zukunft haben und – ob sie an Gott glauben. Es geht also um mehr, als nur die systematische Eingruppierung der Mitglieder unserer Gesellschaft. Ein qualitativer Maßstab wird angesetzt. Es gibt die bekannte Shell-Jugendstudie, oder den jüngst veröffentlichte Religionsmonitor der Bertelsmann Stiftung. Besonders beliebt sind seit einiger Zeit die Sinus-Milieustudien. In so genannten „Kartoffelgrafiken“ werden in Letztgenannten unterschiedliche Bevölkerungsgruppen innerhalb eines Koordinatesystems eingeordnet. Soziale Lage oder Bildungsstand (zu sehen an der „Schichtachse“) lassen sich einer bestimmten Grundorientierung dieser Gruppen („Werteachse“) und damit einem bestimmten Milieu zuordnen. Unternehmen und Non-Profit-Organisationen können mit Hilfe dieser Studien ihren Bekanntheitsgrad erkennen. Sie erfahren, welche Bedürfnisse bestimmte Bevölkerungsgruppen haben und können ihr Angebot entsprechend ausrichten. Wen wundert es, dass auch die Deutsche Bischofskonferenz eine Sinus-Milieustudie in Auftrag gegeben hat, um ihren eigenen Wirkungskreis zu erforschen. Damit diese Studie um die Jugendlichen und jungen Erwachsenen ergänzt wird, erschien kürzlich die Sinus-Milieustudie U27 vom Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) und dem Hilfswerk Misereor. Doch welche Erkenntnisse bringen der Kirche all diese Studien? Gemeinsam ist den meisten Studien, dass sie die Sehnsucht nach Spiritualität besonders bei jungen Menschen belegen. Glaube an Gott wird nicht ausgeschlossen. Doch zeigt sich deutlich, dass Glaube an Gott nicht Zugehörigkeit zu einer der konfessionellen Kirchen oder anderen Religionsgemeinschaften bedeuten muss. Ideen verschiedener Religionen werden miteinander so vermengt, wie es zum eigenen Lebensentwurf passt. Und wenn z. B. die Sinus-Milieustudie U27 herausfindet, das die so genannten „Modernen Performer“ nichts gegen die Kirche haben, kann das kaum beruhigen, da sie weder über einen regelmäßigen Kontakt, noch über eine Vision von Kirche verfügen – wie sie noch die „Postmateriellen, Bürgerlichen oder Etablierten“ haben. Aber gerade die „Modernen Performer“ scheinen sich zum neuen „Leitmilieu“ zu etablieren, machen sie doch bereits heute 25 Prozent der Jugendlichen zwischen 14 und 19 Jahren in Deutschland aus. Es müssen also Konsequenzen gezogen werden. Die Studien zeigen, dass es für die Kirche und ihre Verbände noch viel zu tun gibt. Profile müssen geschärft, Zielgruppen umrissen, Arbeits- und Kommunikationsweisen überprüft und Zukunftskonzepte entwickelt werden. Nach der Analyse beginnt die eigentliche „Arbeit. Grundsätzlich liefern all diese Studien, einen großen „Schatz“. Allerdings darf man die Ergebnisse aller Studien nicht losgelöst vom jeweiligen Gesamtwerk betrachten. Schon gar nicht sollten sie als allgemeingültige Weisheit betrachtet werden. Alle Studien zusammengenommen geben einen Einblick in die sozialen Milieus unserer Gesellschaft und damit in die Position der Kirche in Deutschland. Beate SchneiderwindJuni Print ist tot, es lebe Print
Zeitungen und Zeitschriften können auch im Zeitalter der elektronischen Medien überleben - als Premium- Produkt. Das ist die Kernaussage einer aktuellen Studie der Roland Berger-Unternehmensberater: „Totgesagte leben länger – Printmedien im digitalen Zeitalter". Premium-Produkte strahlen Hochklassigkeit schon beim Anfassen und Anschauen aus. Dieses Versprechen lösen sie dann mit exzellenten und exklusiven Inhalten ein. Der Leser weiß zwei Dinge: „Ich muss diese Zeitung lesen, weil ich nur hier finde, was ich brauche, um mehr zu wissen als andere.“ Und: „Ich bin es den Zeitungsmachern wert, dass sie mir hier das Beste bieten.“ Nun sind nicht alle Erkenntnisse der Studie neu und versierte Medienmacher wissen ohnehin seit langem, dass der Abgesang auf Print im Web 2.0-Rausch verfrüht war. Dennoch sollten wir uns mit den Botschaften dieser oder ähnlicher Studien intensiv auseinandersetzen. Denn es ist Zeit zu handeln, gerade für unsere katholischen Verlage. Der seit Jahren anhaltende Leserschwund wird natürlich schon lange tapfer bekämpft und es gibt auch die eine oder andere innovative verlegerische Entscheidung in unserer Branche. Aber: Leider reicht das nicht. Sie haben recht: Ich habe hier leicht schreiben. Die Wirklichkeit sieht anders aus in unseren Häusern. Meist fehlen die finanziellen Mittel, regieren Kostendruck oder andere Zwänge. Doch oft fehlt es auch an publizistischen Konzepten. Aber manche dieser Probleme ließen sich lösen: mit mehr Vertrauen in die Zukunft; mit mehr Mut, andere Wege zu gehen und neue Geldquellen zu erschließen; mit mehr Selbstbewusstsein, dass wir als Kirche modern und wie ein weltliches Hochglanzmedium auftreten dürfen. Wir bremsen uns zu lange schon selbst, weil wir zu sehr auf Zahlen schauen: auf die schwindende Zahl von Christen genauso wie auf sinkende Etats in den Bistümern oder anderen Institutionen. Dabei ist das religiöse Klima gut und vor allem der Hunger nach spirituellen Angeboten groß. Hier liegen Chancen, die wir nicht verspielen dürfen. Unser Leser von morgen kommt nicht aus der Kirche - wir müssen ihn erst einmal in die Kirche ziehen. Der Spagat, die alte Leserschaft zu halten und mit dem gleichen Produkt gleichzeitig eine neue zu gewinnen, ist kaum zu bewältigen. Wir müssen umdenken, umsteuern und vor allem: anfangen. Bevor es andere tun und die Leser für sich gewinnen, die wir besser bedienen können. Denn wer, wenn nicht wir, kann den Menschen der säkularisierten Gesellschaft die Qualitäten der Kirche nahe bringen. Und ihnen die Lebendigkeit des Glaubens und die bereichernde Gemeinschaft der Christen zeigen. Hildegard Mathies Juli/August Beschränkungen für den Online-Auftritt der Öffentlich-Rechtlichen Sender
Was dürfen die öffentlich-rechtlichen Sender im Internet? Die Ministerpräsidenten der Länder haben sich Anfang Juni intensiv damit beschäftigt. Unter anderem sollen die Inhalte der Internetangebote grundsätzlich „sendungsbezogen“ sein. Zudem gebe es einen Negativkatalog, was im Internet der öffentlich-rechtlichen Sender «tabu» sei, wie etwa Kontaktbörsen und Beratungsdienste, teilte Hessens Regierungschef Roland Koch (CDU) nach den Beratungen über den 12. Rundfunkänderungsstaatsvertrag mit. Vorhergegangen war ein kräftiges Lobbying, sowohl der Verleger (unter anderem über Brüssel, wo die zuständige EU-Medienkommissarin Viviane Reding von „unlauterem Wettbewerb“ zwischen privaten Verlagen und gebührenfinanzierten Sendern sprach) als auch der öffentlich-rechtlichen Sender (in diesem Zusammenhang interessant der 45-Minuten-Film von Thomas Leif im ZDF, den man im Internet noch anschauen kann: www.quotenklicks.de). Die KEF hatte Anfang Juni noch die Position der Sender in den Finanzbedarf eingeplant; die Ministerpräsidenten haben dem jetzt Grenzen gesetzt. Denn es geht um Geld. Viel Geld, das man im Internet inzwischen verdienen kann. Die Zeitungsverlage, die seit Jahren in der klassischen Printwerbung Rückgänge verzeichnen müssen, hatten in der vergangenen Zeit kräftig in ihre Online-Auftritte inverstiert, einige haben eingekauft: Holtzbrinck angelte sich zum Beispiel für mehr als 100 Millionen Euro die wohl größte deutsche Internet-Community „StudiVZ“. Jetzt will man es nicht zulassen, dass gerade in den Bereichen, in denen sich die jungen Zielgruppen tummeln, die Öffentlich- Rechtlichen eigene Angebote schalten. WAZ und WDR schlossen vorausschauend bereits einen Kooperationsvertrag (vergl. S. 16 dieser Ausgabe). Kontaktbörsen und Beratungsdienste sollen auf den Seiten von ZDF und ARD verschwinden, und die Sendungen sollen auf den Mediatheken (ZDF-Mediathek derzeit: mehr als 9 Millionen Downloads/Monat!)nur noch sieben Tage nach deren Ausstrahlung verfügbar sein: Im Internet, wo Kopien und Verlinkungen alltäglich sind, ein nahezu unmögliches Unterfangen. Wer will verhindern, dass User die Sendungen nicht auf UTube oder ähnliche Portale stellen? Beide Seiten, einerseits die Öffentlich-Rechtlichen Sender und andererseits auch die Verleger und privaten Sender, sind mit dem Entwurf nicht zufrieden. So kündigten die Ministerpräsidenten denn auch „Nachbesserungsbedarf“ an: Es läuft wieder hinaus auf eine Entscheidung, die niemandem weh tun soll. Es kommt also, wie es kommen muss in Deutschland: Ein Ziehen und Zerren um Positionen, ohne dass es eine wirkliche medienpolitische Entscheidung gäbe. Christian Frevel September Netzwerker
Auch der deutsche Streit darum, was die öffenlichrechtlichen Sendeanstalten ins Netz stellen dürfen, und der Ruf nach dem Gesetzgeber zur Lösung dieses Problems beweisen, dass die wirtschaftliche Relevanz und die Bedeutung für Leser-, Hörer- oder Seherbindung des Internet bei den leitenden Vertretern der Medienhäuser unterschiedlichster Prägung längst erkannt sind. Bei denen aber, die Inhalte produzieren, wird das Internet noch keineswegs wirklich ernst genommen. Ausgenommen die Kollegen, deren Arbeitsergebnisse bereits jetzt im Internet veröffentlicht werden, Dabei liegen schwerwiegende Folgen der Nutzung des Internet als journalistisches Medium auf der Hand: Der Wettbewerb der Zeitungen, als erste eine Meldung zu bringen, erübrigt sich. Das Internet ist auf jeden Fall schneller. Gegenüber Fernsehen und Hörfunk bringt das Internet dem Nutzer einen erheblichen Emanzipationsschub: Er wird wieder mehr zum Herren seiner Zeit. Wann er die Sendung, die er zu sehen oder zu hören wünscht, sich zu Gemüte führt, bestimmt er selbst, wird ihm nicht mehr vom Anbieter vorgeschrieben. Über alle Medien hinweg werden Herstellung und Vertrieb der journalistischen „Ware“ durch das Internet erheblich vereinfacht und verbilligt. Das scheint noch lange nicht in den Köpfen aller Journalisten angekommen zu sein. Auch die Mitglieder der GKP haben dafür ein Beispiel geliefert mit der Diskussion der Mitgliederversammlung dieses Jahres um einen Fernsehsender der Bischöfe. Die überwiegend vehement kritischen Beiträge gingen zum größten Teil unausgesprochen davon aus, dass es den Bischöfen um einen Sender im traditionellen Sinne ginge, der natürlich viel Geld kostet. Niemand erwähnte, dass z.B. Katholisch 1.TV seit Mitte Januar 2008 über Satellit ausgestrahlt wird, zwar nur am Samstag, aber immerhin. Seit Mitte Juni ist das „katholische TV-Nachrichten-Magazin“, so die Selbstbeschreibung, nun auch im Internet gestartet. Inhaltlich und wirtschaftlich verantwortlich: Der St. Ulrich Verlag, zu 100% im Besitz der Diözese Augsburg. Könnte aus solchen Aktivitäten nicht durch Bündelung ein bundesweiter bischöflicher Sender entstehen? Auch der Blick über die deutschen Grenzen hinweg, etwa nach Nordamerika, lässt vermuten, dass das Selbstverständnis der Journalisten in Folge der Entwicklungen im Internet zumindest modifiziert werden muss. Seit Monaten erscheinen in den „Informationen“ regelmäßig Meldungen über neue Entwicklungen. Eine Existenzfrage für unseren Stand also. Die GKP stellt sich: Podcasts, Feeds und Blogs ist unser Kolloquium in Verbindung mit der Verleihung des Katholischen Medienpreises überschrieben. Wir hoffen auf rege Beteiligung und anregende Diskussionen. Georg Stingl Oktober
Medienkampagne oder Kampagne gegen die Medien?Die beiden jüngsten Pleiten in der deutschen Politik werden von den Betroffenen gerne als „Medienkampagne“ dargestellt: Kurt Beck begründete seinen Rücktritt als SPD-Parteichef mit einer regelrechten Hetzjagd vor allem der Berliner Presse, und die CSU-Spitze klagte schon vor dem Debakel bei der bayerischen Landtagswahl über massiven Gegenwind aus den Medien. Es scheint ein Zeitphänomen zu sein, für jede Niederlage Presse und Fernsehen verantwortlich zu machen. In beiden Fällen kann von einer Kampagne nicht die Rede sein. Eine Kampagne wird gesteuert, von einem, der im Hintergrund die Fäden in der Hand hält. Ein mächtiger Hintermann, der die deutschen Medien im Hintergrund lenkt? Unwahrscheinlich. Freilich hatte die veröffentlichte Meinung sowohl im Fall Beck als auch vor der Bayernwahl den gleichen Tenor. Aber nicht weil sie beeinflusst wurde, sondern weil die Handelnden eben politische und strategische Fehler machten, die dann medial beurteilt wurden. (Interessant wäre allerdings eine Analyse der Kommentare in Regionalzeitungen über solche Ereignisse und ihre Ausrichtung an den Leitmedien.) Für uns sogenannte Medienschaffende können diese Politikerklagen nur der Aufruf zu noch mehr Sorgfalt, aber auch zur Standhaftigkeit sein. Denn wer in der Politik gestalten will, der muss auch Medienkritik aushalten können. Kürzlich hat ein Sprecher der Grünen-Vorsitzenden Claudia Roth gefordert, Politiker-Zitate müssten vor dem Druck autorisiert werden. Egal ob sie bei Kundgebungen, öffentlichen Auftritten oder im direkten Gespräch gefallen sind. Auf diese Taktik darf kein Journalist eingehen – allenfalls bei Wortlaut-Interviews -, denn damit entwertet er seine eigene Arbeit. Unterstellt eine solche Forderung doch, dass Aussagen nicht korrekt wiedergegeben würden. Es muss ganz einfach gelten: gesagt ist gesagt. Ein Politiker, der in der öffentlichen Aufmerksamkeit steht, muss wissen, welche Wirkung Worte haben. Wenn Günther Beckstein also auch gar nicht tatsächlich meinte, dass man nach zwei Maß Bier noch Autofahren könne – er hat es gesagt. Und musste sich der medialen Aufregung anschließend auch stellen. Andererseits liegt es jedoch auch an uns Journalisten, die alltägliche Medienschelte durch sorgfältige Arbeit zu entkräften. Im bayerischen Wahlkampf hat eine Münchner Boulevardzeitung eine strafbewehrte Unterlassungserklärung abgegeben, weil sie über Becksteins angebliche Probleme mit Alkohol und Tabletten geschrieben hatte. Ein Vorfall, der freilich nicht dazu beiträgt, das notwendige Miteinander von Presse und Politik zu befördern. Denn dass beides nicht ohne einander funktioniert, ist unbestritten. Eine distanzierte Nähe, geprägt von gegenseitigem Respekt, wäre wohl die Wunsch-Arbeitsbedingung. Wie so oft, kann auch in diesen Fällen ein Zitat von Hajo Friedrichs als Leitsatz gelten: „Einen guten Journalisten erkennt man daran, dass er sich nicht gemein macht mit einer Sache, auch nicht mit einer guten Sache; dass er überall dabei ist, aber nirgendwo dazugehört.“ Katja Auer November Von Banken und Politikern
Kann es der Staat also doch besser, wollen wir seine Befugnisse, dem einzelnen auf die Finger zu klopfen, erweitern? Sollen wir uns in die Nackt-Scanner drängen , damit wir, von Vater Staat bis zum letzten Zentimeter durchleuchtet unter seiner Aufsicht das Leben in Sicherheit genießen können? Wie immer lohnt es sich für den Journalisten, genauer hinzuschauen. Die Namen der Banken, die in Deutschland zuerst staatliche Mittel in Anspruch genommen haben oder nehmen wollen, lauten: Hypo Real Estate, IKB, Sächsische Landesbank, Bayerische Landesbank, West LB, HSH Nordbank. In den Aufsichtsgremien von fünf dieser sechs Banken ist die Politikerkaste gut vertreten, an manchen Stellen wirken auch verdiente Politiker direkt im operativen Geschäft mit. Angesichts der Geschäfterfolge dieser Institute kann schon mal die Frage aufkommen, ob die Bezeichnung „verdienter Politiker“ sich vornehmlich davon herleitet, dass die Betreffenden wissen, wo man gut verdient. Ernshafter allerdings ist die Frage an die Befürworter größerer staatlicher Kontrolle, wo denn die qualifizierten Exekutoren staatlicher Aufsicht plötzlich herkommen sollen. Ein sich glänzend darstellen- der Oscar Lafontaine reicht da bei weitem nicht. Der Blick auf den Ausgangspunkt der Finanzkrise in den USA lässt durchaus weitere Warnlichter aufleuchten. Gerne haben die Politiker allen Bürgern ihr eigenes Häuschen versprochen ( Wahlstimmen !!! ) und die Zinssenkungspolitik der Notenbank wohlwollend begleitet. Ein Bonmot behauptet, dass die amerikanischen Hypothekenbanken das reichlich vorhandene, billige Geld zuletzt sogar Obdachlosen für die 100prozentige Finanzierung des eigenen Häuschens angeboten haben. Die ersten zwei Jahre tilgungsfrei, danach sollten Zinsen und Tilgung aus der Wertsteigerung der Immobilie bestritten werden. Vorbildliche Sozialpolitik auf der Grundlage eines Perpetuum Mobile, betrieben von Politikern und Bankern Hand in Hand. Das hat wieder einmal nicht funktioniert. Eigentlich können die Journalisten sich über die Krise freuen ( heimlich! ): Es geht nicht ohne das Wächteramt der Presse. Die Frage an die eigene Zunft muss lauten: Hat man das Wächteramt auf diesem Gebiet ausreichend wahrgenommen? Haben nicht auch die Wirtschaftsjournalisten das vom Chef der Deutschen Bank ausgegebene Renditeziel von mindestens 25% Gewinn für das Eigenkapital kritiklos kommentiert oder gar mit den jubilierenden Börsianern bewundert? Wer hat denn schon an die soziale Verantwortung des Unternehmens und der Unternehmen überhaupt erinnert, auch wenn sie Renditepunkte kostet? Dabei haben von christlichen Motiven geleitete Journalisten, also gerade auch die GKPler, gutes Rüstzeug und einen mächtigen Verbündeten. Die katholische Soziallehre und damit die Katholische Kirche. Es ist eine schöne Aufgabe für Journalisten, die etwas in Vergessenheit geratene Katholische Soziallehre wieder mehr und lautstärker in der öffentlichen Diskussion zum Thema zu machen. Georg Stingl Dezember Die Daten sind frei
Familienministerin Ursula von der Leyen hat eine Initiative angekündigt, nach der Internetseiten, die Kinderpornografie verbreiten, ab Sommer 2009 gesperrt werden sollen. Freiwillige Selbstverpflichtungen, so die Ministerin, wären ineffizient. In anderen europäischen Ländern, z.B. in Norwegen, habe man gute Erfahrungen gemacht mit der Sperre von 15 000 Seiten. Mit einer Änderung des Telemediengesetzes will sie die Datenautobahn für Kinderpornografie schließen. Sie stößt dabei auf den Widerstand der Provider, die eine Schädigung des Versandhausgeschäftes durch den technischen Filter befürchten. Außerdem wird die grundsätzliche Frage nach einer Zensur im Internet damit aufgeworfen. Denn warum nicht auch pornografische Inhalte allgemein sperren, und wer zieht die Grenze? Die Pläne von Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble zur Online-Überwachung von Computern im Zusammenhang mit der Terrorismusbekämpfung haben in Karlsruhe beim Bundesgerichtshof zu einem Grundsatzurteil geführt. Der BGH bestätigte ein „Grundrecht auf Gewährleistung der Vertraulichkeit und Integrität informationstechnischer Systeme“, stellte sich schützend vor die virtuelle Privatsphäre und fordert für das heimliche Ausspähen von Computern eine richterliche Erlaubnis. Grundsätzlich muss Verbrechensbekämpfung auch im Internet bzw. auf den PCs möglich sein, und wer gegen Gesetze verstößt, hat den Anspruch auf Schutz seiner Privatsphäre verwirkt. Leider werden aber im Zuge von Ermittlungen auch unbeteiligte Bürger ausgespäht. Ob Datenskandal bei der Telecom, die Videoüberwachung von Mitarbeitern bei einem Discounter oder die Einschränkung des Zeugnisverweigerungsrechtes für Journalisten – Aufwand und Ertrag, Missbrauch und Grundrecht müssen stets aufs Neue sorgfältig abgewogen werden. Der Handel mit Adressen, der gläserne Kunde und zielgenaue Werbung aufgrund der letztgekauften Produkte – wissen wir noch, wer welches Persönlichkeitsprofil von uns hat? Zum Teil sorgen die Nutzer selbst dafür, dass in den neuen sozialen Netzwerken allerlei Privates zu erfahren ist. Da werden Fotos eingestellt und Dinge preisgegeben, die nicht für die breite Öffentlichkeit bestimmt sind. In Fernsehshows erzählen Kandidaten bereitwillig Details aus ihrem Leben, die eigentlich Dritte nichts angehen. Der Umgang mit Daten, ob Kundendaten oder anderer Art, ist ein sensibler Bereich. Auch wenn die Bürger zunehmend leichtfertig mit ihren Daten umgehen, sollten wir Journalisten immer wieder Sorgfalt und Diskretion anmahnen und auch selbst walten lassen. Nur wenn wir eine verantwortliche Haltung einnehmen im Umgang mit den Daten, können wir auch für die Freiheit der Information kämpfen. Michaela Pilters Druckversion
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