Zu meinem Ärger
Fragen an Claudia Dechamps
Dass der Protest der Hebammen gegen die enorme Erhöhung ihrer Beiträge zur Haftpflichtversicherung in den Medien kaum aufgegriffen wurde. Hebammen, die in Geburtshäusern arbeiten oder Hausgeburten machen, werden in ihrer Existenz bedroht. Langfristig hat das zur Folge, dass die Hebammen (=Frauen) mal wieder – wie schon Jahrhunderte zuvor – aus der Geburtshilfe verdrängt werden. Die Männer sichern sich hier wieder eine Vormachtstellung. Und wie? Indem sie feine Technik anbieten, schmerzlose Geburt per Kaiserschnitt, die Zahlen steigen und viel Geld bringt es außerdem. Jedenfalls mehr als eine liebevoll, emotional, geduldig von einer Hebamme begleitete Geburt.
An welcher journalistischen Leistung konnten Sie sich jüngst erfreuen?
An dem sprachlich schön geschriebenen Artikel „Putzen bis das Licht brennt – Niedriglohn. Wenn der Hauptberuf zu wenig zum Leben abwirft,…“ von Gitta List im Rheinischen Merkur Nr.20/2010.
Wie reagieren Sie Ihren Ärger ab?
Bezüglich der Hebammen habe ich meinen Ärger abreagiert, indem ich mich auf der Petitionsliste des Bundestages eingetragen und erfreut erfahren habe, dass es schon über 70.000 Unterschriften gibt. Machen Sie doch auch mit: www.hebammenfuerdeutschland. de und https://epetitionen. bundestag.de/index.php?action =petition;sa=details;petition=11400
Claudia Dechamps Freie Journalistin Aachen
Druckversion
Tel.: 02204-408472, Fax: 02204-408420, email: info@gkp.de



