Ärger über corrective.org

In der Rubrik "Zu meinem Ärger" in den GKP-Informationen kritisiert Felix Neumann eine journalistische Fehlleistung der Online-Plattform "Correctiv", die sich eigentlich für saubere Recherche und gegen "Fake News" einsetzt:

Worüber haben Sie sich zuletzt in den Medien so richtig geärgert?
Im Ruhrgebiets-Blog von Correctiv erschien am 31. 1. der Artikel „Pretzell und Petry in Erklärungsnot“. Der Tenor: Die beiden AfD-Politiker müss-ten als Ehepaar einen gemeinsamen Hauptwohnsitz haben und könnten daher nicht zwei verschiedenen Landtagen angehören – süffisant wurde Scheidung vorgeschlagen. Frauke Petry ist Mitglied des sächsischen, ihr Mann Marcus Pretzell kandidiert für den in NRW. Grundlage des Artikels war eine Aussage des Speyerer Verwaltungsrechtlers Joachim Wieland im ZDF-Magazin Frontal 21. Weiterlesen »

Eckpunkte: Die Schuld der anderen

Pater Christof Wolf, Geistlicher Beirat der GKP, über Vorurteile, Schuldzuweisungen und die Sehnsucht nach innerem Frieden:

New York, ein kleiner Raum, heiß und stickig. Der Ventilator geht nicht. Das Öffnen des Fensters bringt keine Erleichterung – im Gegenteil: Draußen ist es noch schwüler. Zwölf Männer kommen herein – zwölf Geschworene. Sie müssen über einen Fall entscheiden. Mord oder kein Mord. Todesstrafe oder Freiheit. Und ihr Urteilsspruch muss einstimmig sein. Ein junger Puertoricaner ist angeklagt, seinen Vater erstochen zu haben. Es scheint eigentlich alles klar zu sein. Der Junge ist schuldig. Die erste Abstimmung: Schuldig, schuldig, schuldig, schuldig … nicht schuldig, schuldig, schuldig. Elf zu eins. Ungläubiges Staunen zeigt sich auf den Gesichtern der Mehrheit. Wieso hat Geschworener Nr. 8 (Henry Fonda) für „nicht schuldig“ gestimmt? Auch wenn es drückend heiß ist – es geht doch um Leben und Tod. Sollte man da nicht wenigstens zehn Minuten darüber reden? Im Laufe der zum Teil sehr hitzigen Debatte kristallisiert sich immer deutlicher heraus, dass die Beweislage einem genauen und unvoreingenommenen Prüfen nicht standhält. Der von Sidney Lumet 1957 gedrehte Film ist eine Sozialstudie der damaligen amerikanischen Gesellschaft. Deren Dynamiken scheinen sich indes nicht wirklich verändert zu haben. Die Mehrheit sucht nach der Bestätigung ihrer Vorurteile, nur eine Minderheit denkt nach und stellt in Frage. „12 Angry Men“ heißt in der deutschen Übersetzung „12 Geschworene“. Heute hätte man den Titel vielleicht mit „12 Wutbürger“ übersetzen können. Weiterlesen »

GKP Rheinland besichtigt Evonik-Werk Wesseling

Gerd Wolter bleibt ganz gelassen. Mitten im Gespräch mit der GKP-Regionalgruppe Rheinland klingelt das Handy des Standortleiters des Evonik-Werks in Wesseling, zwischen Köln und Bonn. Ein Blick aufs Display: Er muss rangehen, es könnte etwas Wichtiges sein. Ein größeres „Ereignis“, wie man hier im Spezialchemie-Werk zurückhaltend statt „Störfall“ sagt, ist zwar unwahrscheinlich: Ein engmaschiges Netz an Sicherheitsmaßnahmen soll verhindern, dass Menschen zu Schaden kommen oder Gefahrstoffe austreten. Tatsächlich ist es auch nur eine Kleinigkeit, die der Aufmerksamkeit des promovierten Chemikers bedarf: Eine kleine Unachtsamkeit eines Zulieferers, kein Schaden für Mitarbeiter, Umwelt oder Anwohner, schnell behoben. Kein Wunder, dass das größte Problem der Betriebsfeuerwehr die Langeweile ist, wie Wolter lächelnd erklärt. Weiterlesen »

Buchtipp: "Heimat ist nicht nur ein Ort ..."

Der  Begriff "Heimat" hat in jüngster Zeit einen neuen Klang und eine tiefere Dimension bekommen. Kriegsszenarien, Fluchtbewegungen und Migration, aber auch das Lebensgefühl in einer global vernetzten Welt bringen in unseren Tagen das Anrecht auf Heimat und eine lebenswerte Umwelt neu ins Bewusstsein. In einer Zeitungsserie haben Redakteure der Westfälischen Nachrichten/Zeitungsgruppe Münsterland in Münster das Thema "Heimat" aus unterschiedlichen kulturellen Blickwinkeln beleuchtet. Darüber hinaus wurden Menschen im Münsterland und darüber hinaus nach ihren heimatlichen Gefühlen und Erlebnissen befragt und zum Schreiben ermuntert.

Entstanden ist ein spannendes Lesebuch mit über 100 Beiträgen – ein Kaleidoskop, in dem die Heimat vielfarbig aufleuchtet. Heimat ist eben mehr als nur ein Ort, ein Dorf oder eine Landschaft. Es gibt die alte und die neue Heimat, familiäre und soziale Wurzeln und Bindungen, kulturelle Verflechtungen, Erinnerungen und Utopien. Die Auswahl der Geschichten umfasst rund 100 Jahre, die Reihe der Autoren mehrere Generationen. Auch prominente Zeitgenossen kommen zu Wort. Darunter der Schauspieler Gerd Böckmann und der Dirigent Matthias Foremny.

Johannes Loy, Herausgeber des Bandes, ist langjähriges Mitglied der GKP. Seit 1995 leitet er das Feuilleton-Ressort der Westfälischen Nachrichten/Zeitungsgruppe Münsterland. Als journalistischer Beobachter des kulturellen und kirchlichen Lebens brachte er im Verlag Aschendorff bereits zahlreiche Bücher heraus, unter anderem über die Papstwahl sowie das münstersche Bistumsjubiläum 2005, außerdem über Brauchtum und Begegnungen im Münsterland. Als Herausgeber von Sammelwerken veröffentlichte er bereits zwei Bände mit über 200 Weihnachtsgeschichten aus Westfalen. Weiterlesen »

Einladung zum Stammtisch nach Bonn am 13. März

13.03.2017

Die Region Rheinland lädt herzlich zu ihrem nächsten Stammtisch nach Bonn ein. Das Treffen findet statt am Montag, 13. März 2017, von 18 Uhr bis ca. Weiterlesen »

Begegnung mit dem koptischen Bischof Anba Damian in Berlin

14.03.2017

Berlin ist reich an konfessioneller Vielfalt. Durch die Konflikte und politischen Umwälzungen in den Ländern des Nahen und Mittleren Ostens verzeichnen gerade die frühen Kirchen aus jener Region, in der das Christentum seinen Ursprung hatte, Zuwachs. Weiterlesen »

Andrea Kammhuber findet das Abenteuer im Gebirge

Andrea Kammhuber ist seit 1995 Redakteurin beim BR-Fernsehen, Redaktion Religion und Orientierung. Ihre beruflichen Abenteuer findet sie im Gebirge:

Vor vielen Jahren wollte ich ein 45-Minuten-Porträt über den Innsbrucker Bischof Reinhold Stecher machen. Ich fragte ihn schriftlich an. Bevor er bei so einem zeitintensiven Filmprojekt zusage, wolle er mit mir erst einmal auf einen Berg gehen, war seine Antwort. Wir trafen uns an einem Samstag im Pitztal und stiegen gemeinsam auf zum Taschachhaus, einer Hütte des Deutschen Alpenvereins auf 2434 Meter. Weiterlesen »

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