Abenteuer im Beruf: Eine Reise an die Ränder

Marina Dodt (60) arbeitet hauptberuflich bei einer Krankenkasse in der Unternehmenskommunikation. Als Berufspendlerin ist sie zwischen Berlin und Mecklenburg unterwegs, mit einem besonderen Blick für diese scheinbar vergessene Region und einmaligen, abenteuerlichen Rand-Notizen.

„Sie wollen wirklich zu uns in die Pampa kommen?“ Die Stimme am anderen Ende der Leitung klingt ungläubig. Ja, ich will, denn schließlich ist das genau das Anliegen einer neuen Serie, die die Berliner Redaktion unserer Bistumszeitung „Tag des Herrn“ in diesem Jahr startete. Die Kirche müsse aus sich selbst heraus und an die Ränder gehen, an die geografischen und noch mehr an die Grenzen menschlicher Existenz, diese Forderung von Papst Franziskus führt an die brandenburgischen Ränder des Erzbistums. Wie lebt es sich hier in dieser extremen Diasporasituation mit einer Katholikenzahl von unter zwei Prozent, hohem Altersdurchschnitt, aussterbenden Gottesdienststandorten, Gemeindeteilen ohne Ministranten, ohne Erstkommunionkinder, ohne RKW (Religiöse Kinderwoche) - ohne Zukunft? Die Gelegenheit zu einem Besuch in der alten Pilgerregion Prignitz mag hierfür als Beispiel stehen. Weiterlesen »

Wir gratulieren!

Unsere beiden GKP-Mitglieder Claudia Nothelle und Joachim Frank sind in den Hauptausschuss des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK) gewählt worden. Wir wünschen beiden viel Freude an diesem Amt und Gottes Segen! Weiterlesen »

Eckpunkte: Blind

Pater Christof Wolf, Geistlicher Beirat der GKP, über Angst, Vertrauen und die Weitergabe des Glaubens :

Joshua ist vor kurzem mit seiner Mutter in ein anderes Viertel umgezogen. Der neue Schulweg im New Yorker Stadtteil Bronx ist für den Achtjährigen ein Spießrutenlauf. Auf dem Heimweg schleicht er sich angstvoll an einer Gruppe Halbstarker vorbei und rennt dann schnell los. Doch einer der Kerle stellt ihm heimtückisch ein Bein – Joshua stürzt. Wütend über seine Ohnmacht beklagt er sich bei seiner Mutter. Das Gespräch mündet in einen kleinen Streit. Warum mussten sie bloß umziehen? Überhaupt diese neue Umgebung, alle sind gegen Joshua, lauern ihm auf. KeinFreund, keine Hilfe, weit und breit. Da hat Joshuas Mutter eine Idee. Sie gibt ihrem Sohn eine kleine Jesusfigur. „Das ist dein bester Freund. Er wird immer bei dir sein und dich beschützen“, verspricht sie ihm. Joshua geht getröstet spielen. Als erstes muss sein neuer bester Freund gleich einmal gegen Darth Vader kämpfen. Abends vor dem Zubettgehen putzt Joshua nicht nur sich, sondern auch der Jesusfigur die Zähne. Glücklich liegt er im Bett, auf dem Kopfkissen neben ihm – Jesus. Anderntags beim Frühstück ist für Joshua klar: Auch Jesus hat Hunger und bekommt eine Scheibe Toast. Leicht irritiert schickt die Mutter den Sohn zur Schule. Sie schaut ihm noch lange nach, wie er da geht, die Jesusfigur in der linken Hand. Was die Mutter nicht sieht: In Joshuas Fantasie geht Jesus tatsächlich mit ihm, Hand in Hand. Weiterlesen »

Exklusive Einblicke ins Berliner "Futurium"

28.11.2017

Es gibt etwas Neues im Herzen von Berlin: Im September öffnete das Futurium, an der Spree unweit des Bundeskanzleramts gelegen, erstmals seine Pforten. Erst 2019 soll es seinen regelmäßigen Ausstellungsbetrieb beginnen. Die GKP-Regionalgruppe Berlin hat am Dienstag, 28. November 2017, die Möglichkeit zur exklusiven Besichtigung. Von 17.00 Uhr bis 18.00 Uhr gibt es zunächst eine Führung durch das (sehr sehenswerte und derzeit noch weithin leere) Haus, danach ein Gespräch mit dem Direktor der Einrichtung, Herrn Dr. Brandt.

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Rheinland- Stammtisch in Siegburg am 27. November

Die Region Rheinland traf sich am 27. November abends erstmals zum Stammtisch in der Kreisstadt Siegburg. Weiterlesen »

Abenteuer im Beruf: Kampf um die Primetime

Joachim Opahles berufliches Abenteuer besteht darin, sich als kirchlicher Radiomann in einem säkularen Medienumfeld zu behaupten.

Opahle (61) ist seit mehr als 20 Jahren Leiter der Rundfunkarbeit im Erzbistum Berlin und Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der Katholischen Senderbeauftragten in der ARD. Zuvor war er Redakteur beim Funkkolleg Religion des Süddeutschen Rundfunks und Öffentlichkeitsreferent  im Erzbistum Bamberg.

„Wir wollen entschiedene Leute an entscheidenden Stellen“ – sagte einmal ein Prälat zu mir, der mir auf meinem Berufsweg eine wichtige Weiche gestellt hat. Gerne folgte ich seinem Werben um eine berufliche Laufbahn im kirchlichen Dienst. Ich habe es bis heute nicht bereut, obwohl meine mittlerweile mehr als 25-jährige Erfahrung in der kirchlichen Medienarbeit nicht nur helle Momente kennt; sogar eine Bistumspleite war dabei. Weiterlesen »

Eckpunkte: Beim Leben meiner Schwester

Pater Christof Wolf, Geistlicher Beirat der GKP, über Leiden, Abschied und das Loslassen:

Kates Mutter steht mit verschränkten Armen in der Tür: Du musst aufstehen. Du hast das Bett seit zwei Wochen nicht verlassen. Kate wehrt ab: Ich bin müde. – Du kannst es schaffen. Der Vater zieht behutsam die Bettdecke zurück: Heute ist ein wunderschöner Tag. Die Sonne wird dir gut tun. Zärtlich streichelt er seiner Tochter den Kopf. Kate: Ich bin zu krank. – Du bist nicht zu krank. Du bist reaktiv-depressiv. Und ich werde dich nicht auch noch mit Antidepressiva füttern. – Jetzt steh auf!, fordert die Mutter energisch. Kate erwidert ihren Blick: Nein! – Drauf der Vater: Hey, Liebling, willst du mir nicht erzählen, was wirklich los ist? – Kate: Ich bin müde, verstehst du das nicht? Ich bin krank und müde. Ich bin hässlich. – Vater: Hör auf damit. – Kate unter Tränen: Wage nicht, mir zu sagen, ich sei hübsch, denn das bin ich nicht! Sag mir nicht dauernd, dass mich niemand anstarren würde, denn das stimmt nicht! Ich bin ein Freak! – Kates Mutter verlässt aufgebracht das Zimmer. Während der Vater seine schluchzende Tochter zu beruhigen versucht, hört man einen Rasierapparat aus dem Badezimmer. Was beide ahnen, wird wenig später Gewissheit: Die Mutter hat sich die Haare abrasiert. Sie sieht jetzt aus wie ihre Tochter – nur ist sie nicht krebskrank. Die gut vierzehnjährige Kate jedoch leidet seit dem zweiten Lebensjahr an Leukämie. Seit damals dreht sich der ganze Familienalltag nur noch um sie. Die Mutter hat ihre Arbeit aufgegeben, um sich ganz Kate widmen zu können. Und weil für eine effiziente medizinische Behandlung kein passendes Spendermaterial zu finden war, haben die Eltern sogar ein weiteres Kind gezeugt, im Reagenzglas: Anna. Sie ist genetisch perfekt programmiert, um Kate am Leben erhalten zu können. Seit ihrer Geburt hat sie für ihre ältere Schwester Blut, Stammzellen und Knochenmark gespendet. Alles hat immer nur vorübergehend geholfen. Von Heilung keine Rede. Nun versagen auch noch Kates Nieren total – und Anna soll eine ihrer Nieren hergeben. Aber die jetzt Elfjährige wehrt sich. Sie möchte doch auch leben und fröhlich sein, nicht bloß als „Ersatzteillager“ dienen. Weiterlesen »

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