7 Fragen an Ulrich Fricker

Uli Fricker, 57, hat Geschichte und Germanistik überwiegend in Freiburg studiert. Nach dem Volontariat bei der Tageszeitung „Südkurier“  arbeitete er erst im Lokalen. Später wechselte er in die Politische Redaktion. Seit über 20 Jahren ist er für die Kirchen zuständig.
 
Ihr persönlicher Weg zum Journalismus?
Es war die klassische Ochsentour: Freie Mitarbeit bei der Zeitung mit Terminen von der Feuerwehr-Hauptversammlung bis zur Martinifeier. Das Schreiben fiel mir schon als Schüler leicht – was man von anderen Fächern nicht behaupten kann. Da fiel die Entscheidung für den Journalismus nicht schwer.  

Ihre Vorbilder?
Egon Erwin Kisch als Reporter, Heinrich Böll als Schilderer von Milieus, Lichtenberg als Meister der Verknappung und Zuspitzung. Wichtiger noch sind die Anti-Vorbilder, die zeigen, wie man es nicht macht. Da denke ich auch an den  Spiegel und manches Online-Portal, das den Beruf des Journalisten langfristig aushöhlt.  
 
Ihr schönstes Erlebnis im Beruf ?

Jeder Artikel, der ein breites Echo hervorruft und sich in Leserbriefen niederschlägt. Zuletzt war dies ein Leitartikel zur „Ehe für alle“ (Tenor: dagegen).  

Was halten Sie für unerlässlich für einen Journalisten?
Eine gute und verständliche Sprache, Wahrhaftigkeit, Unbestechlichkeit und – ganz schwierig – Uneitelkeit.  
 
Wie bringen Sie Privatleben und Beruf unter einen Hut?
Beides lässt sich gut vereinbaren, seitdem ich Teilzeit arbeite und damit einen Tag weniger in der Woche.

Warum sind Sie in der GKP? Wer hat Sie hineingebracht? Was hält Sie?
Nicole Stroth hat mich mit einer massiven Charmeoffensive zur GKP gelotst. Bis heute habe ich den Eintritt nicht bereut. Ich treffe dort freundliche Menschen und habe die Möglichkeit, über den Tellerrand zu schauen. Das hält mich, ebenso der weite katholische Rahmen, der die Generationen und verschiedenen Berufe innerhalb der GKP verklammert. Die christliche Grundlage ist mir wichtig. Man gehört  zusammen und feiert mit Pater Christof Wolf.
 
Was erwarten Sie von der GKP?
Vor allem interessante Zusammenkünfte und Vertiefung der eigenen Kenntnisse. Dann Austausch mit Kollegen, Diskussion und Anregungen  - Dinge, die ich beim DJV so nicht erlebt habe.  

 

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