7 Fragen an Stefan Weinert

Stefan Weinert (geb. 1961 in Hanau) ist Leiter der Rundfunkarbeit im Bistum Trier (mit Schwerpunkt in der Privatfunkarbeit) und seit Sommer 2014 Mitglied der GKP.

Ihr persönlicher Weg zum Journalismus?
Die Idee, Journalist zu werden, hatte ich erstmals während der Oberstufenzeit an einem Koblenzer Gymnasium. Durchgesetzt hat sich dann aber der Berufswunsch „Pastoralreferent“. Also auf zum Theologiestudium nach Trier, und nebenher noch einige Semester Politikwissenschaft. Obwohl ich das Studium im Lauf der Zeit immer spannender fand, wurde mir gleichzeitig klar, dass Seelsorge nicht mein Ding ist. Und weil ich ehrenamtlich für eine große Friedensinitiative in Trier die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit verantwortet habe, kam die alte Idee vom Journalistenberuf wieder in den Blick. Noch dazu faszinierte mich der damals neue private Rundfunk, der Rheinland-Pfalz einige regionale Radioredaktionen bescherte, die mit viel Schwung und journalistischer Kompetenz die Rundfunklandschaft aufmischten. Nun, das Bistum Trier finanzierte mir eine Hospitanz in der Trierer Redaktion eines privaten Radiosenders. Und weil im Bistum zur gleichen Zeit die Entscheidungen für den Aufbau der Privatfunkarbeit fielen, war ich zur richtigen Zeit am richtigen Platz. Und nach Ansicht der Verantwortlichen auch der richtige Mann. So kam ich zuerst zu einem Volontariat und dann zu einer dauerhaften Anstellung.

Ihre Vorbilder?
Da gab’s den einen oder anderen Kollegen, dessen Professionalität, Aufrichtigkeit und Menschlichkeit mich beeindruckt haben. Wer mag, kann dafür den Begriff „Vorbilder“ wählen.

Ihr schönstes Erlebnis im Beruf?
Bei längeren Nachdenken wäre das eher eine Liste als das eine schönste Erlebnis. Und die Trierer Heilig-Rock-Wallfahrt 2012 gehört sicher auf diese Liste. Ein tolles Team, interessante Geschichten, eine ganz besondere Atmosphäre. Auch der Katholikentag 2006 in Saarbrücken – also in unserem Bistum Trier – hat einen Platz auf meiner Liste verdient.

Was halten Sie für unerlässlich für einen Journalisten?
Verantwortungsbewusstsein. Neugier. Gefühl für und Spaß an Sprache (die Kollegen für Foto, Video & Co. mögen statt „Sprache“ bitte einen passenden Begriff einsetzen). Verantwortungsbewusstsein. Nervenstärke. Respekt vor den Menschen, über die er berichtet. Teamfähigkeit.

Wie bringen Sie privates Leben und Beruf unter einen Hut?
Heute besser als früher. Nicht jede berufliche Aufgabe ist gleich wichtig. Manche können getrost warten.

Warum sind Sie in der GKP? Was hat Sie hineingebracht, was hält Sie?
Ehrlich jetzt? Ich hatte zwar schon einige Male über einen Beitritt nachgedacht, aber letztlich nie den Antrag ausgefüllt. Wieso noch einem Verband beitreten? Nun, aber dann war da dieser Abend in einer Regensburger Brauerei beim Katholikentag 2014. Und all diese lieben Kollegen. Irgendwie ist es dabei dann passiert. Was hält mich? Bitte in ein, zwei Jahren noch mal nachfragen – ich bin ja gerade erst beigetreten.

Was erwarten Sie von der GKP?
Klare Worte. Anregende Gedanken. Und vielleicht schaffe ich es ja sogar, an einer der legendären Journalistenreisen teilzunehmen.

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