7 Fragen an Stefan von der Bank

Stefan von der Bank ist als Referatsleiter in der Stabsabteilung Kommunikation des Erzbistums Köln u.a. verantwortlich für die Aus- und Fortbildungsangebote des MedienkomptenzZentrums (www.medienkomptenzzentrum.net). Handlungsleitend für die Angebote ist das Motto „Mit Medien leben“. Gerade für Verantwortliche in der Kirche ist es wichtig, zu verstehen, wie die Medien ticken und wie Kommunikation mit und durch die Medien funktioniert. Er ist auch Redaktionsleiter des Mediendienstes der Katholischen Erwachsenenbildung Deutschland (KEB), der vierteljährlich erscheint.

Ihr persönlicher Weg zum Journalismus?
Meine ersten „journalistischen“ Erfahrungen habe ich im Bürgerfunk in NRW gemacht. 1989 habe ich einen Beitrag über eine Indienreise mit Jugendlichen produziert, der im Lokalfunk ausgestrahlt wurde. Dies blieb aber ein singuläres Unternehmen. Erst nachdem ich 2002 in der Erwachsenenbildung meine Tätigkeit aufgenommen habe und für die Radioarbeit im Katholischen Bildungswerk im Erftkreis verantwortlich war, bin ich dem Bürgerfunk wieder begegnet. Um fit für diese Aufgabe zu sein, habe ich dann Radio machen gelernt und u.a. am „Theologen-Kurs“ des ifp teilgenommen.

Ihre Vorbilder?
Mir fallen viele Persönlichkeiten ein, die mich beeindrucken und prägen. Zum Thema Kommunikation will ich einen hervorheben: Ignatius von Loyola. Seine Gedanken sind aktueller denn je auch in einer digitalisierten Gesellschaft. Als Lektüre empfehle ich Willi Lambert, Die Kunst der Kommunikation. Verlag Herder, Freiburg i. B. 20063.

Ihr schönstes Erlebnis im Beruf?
Ein besonderes Erlebnis war die Berichterstattung zum Weltjugendtag 2005. Da der Abschlussgottesdienst in meinen „Arbeitsbereich“ fiel, haben wir in Kooperation mit dem Lokalsender Radio Erft eine 24 Stunden Live-Sendung vom Marienhügel gesendet. Ein einmaliges Erlebnis für beide Seiten. Radio Erft hat zum ersten und bisher einzigen Mal einen Gottesdienst übertragen und kirchliche Themen kamen im Rahmenprogramm und Bürgerfunk täglich vor.

Was halten Sie für unerlässlich für einen Journalisten?
Die einordnende und orientierungsgebende Funktion journalistischen Arbeitens wird gerade in unserer digitalisierten Gesellschaft, die crossmediales Denken und Arbeiten erfordert, dringend gebraucht. Damit ist auch gutes Handwerkzeug wie Recherchekompetenz wichtig. Und auch für Journalisten ist lebenslanges Lernen von zentraler Bedeutung.

Wie bringen Sie privates Leben und Beruf unter einen Hut?
Inhaltlich hört der Beruf im Privaten nicht auf. Was ich zu Hause lese, lese ich immer auch mit der „beruflichen Brille“ und mein ehrenamtliches Engagement im Lokalfunk NRW ist eng mit beruflichen Veranstaltungen und Netzwerken verbunden. Aber meine zwei kleinen Kinder (2 und 4 Jahre) fordern Aufmerksamkeit und Zeit ein und sind ein guter Gegenpol, Berufliches nicht zu wichtig zu nehmen. Das Wesentliche im Leben sind familiäre und private Beziehungen.

Warum sind Sie in der GKP? Was hat Sie hineingebracht, was hält Sie?
Mir ist der Austausch wichtig. Da die GKP-Informationen auch eine Informationsquelle des Mediendienstes der KEB sind, gab es die Idee eines Beitritts schon länger. Dass viele geschätzte Kolleg/innen aus den unterschiedlichen Arbeitszusammenhängen Mitglieder sind und immer wieder gefragt haben, warum ich noch nicht dabei bin, war der letzte Schubs, das Aufnahmeformular endlich abzuschicken.

Was erwarten Sie von der GKP?
Netzwerk und der Austausch sind Grundlage für meine Arbeit. Denn gemeinsam finden sich Lösungen für (neue) Herausforderungen und lassen sich Trends ausmachen. Dafür steht für mich auch die GKP. Außerdem muss es besser gelingen, dass Katholische Kirche und Medienarbeit in der Außenwahrnehmung positiv wahrgenommen werden. In unseren Strukturen gibt es so viele beachtenswerte Projekte und Initiativen, die in Vernetzungen noch mehr Schlagkraft entwickeln. Es gilt erlebbar zu machen, dass Katholische Kirche immer noch eine gesellschaftlich relevante Gruppe ist, die ihren Beitrag zum Gemeinwohl liefert.

Die Seite mit den 7 Fragen an Stefan von der Bank in den GKP-Informationen März 2014 finden Sie hier

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