7 Fragen an Kerstin Bücker

Kerstin BückerKerstin Bücker, geboren 1984, hat Politikwissenschaft, Geographie und Katholische Theologie in Münster und Rennes in Frankreich studiert. Sie arbeitet als Redakteurin für interne Kommunikation im Bistum Münster.
 
Ihr persönlicher Weg zum Journalismus?
In der Schulzeit habe ich für die Lokalausgabe der Westfälischen Nachrichten (und später für die Ibbenbürener Volkszeitung) in Ibbenbüren gearbeitet und dort vor allem für die Jugendseite geschrieben. Günter Benning als Chefredakteur und Joke Broker haben mir dort viel beigebracht.
Im Studium lernte ich die Rundfunkarbeit beim Lokalsender RST kennen und startete in der Pressearbeit für den Münsteraner Abgeordneten Ruprecht Polenz. Vor allem der Wahlkampf war eine intensive, spannende und überaus lehrreiche Zeit.
Über den Hinweis eines befreundeten Diakons bin ich schließlich auf das Institut zur Förderung publizistischen Nachwuchses (ifp) aufmerksam geworden und habe dort 2011 mit einem Volontariat bei der Katholischen Nachrichten-Agentur begonnen. Ein toller Schritt und eine Zeit, in der ich nicht nur den Agentur-Journalismus kennenlernte, sondern durch Wechsel zwischen den Redaktionen in Bonn, Berlin, Hamburg und Brüssel auch ganz unterschiedliche Themen bearbeiten und interessante Menschen kennenlernen konnte. Im Anschluss an das Volontariat leitete ich zunächst zwei Jahre lang die Medienwerkstatt der Konrad-Adenauer-Stiftung, ehe ich von dort aus zur KNA zurückkehrte – diesmal als Korrespondentin im Brüsseler Büro. Seit Januar 2016 bin ich nun im Bereich Digitale und Interne Kommunikation des Bistums Münster tätig.
 
Ihre Vorbilder?
Beruflich sind es Menschen, die sich durchsetzen können, ihren eigenen Weg gehen und dabei trotzdem noch sympathisch sind. Anne Reidt hat uns vor kurzem in der Führungsakademie des ifp besucht und von ihrer Arbeit als Leiterin der Hauptredaktion Kultur berichtet. Mich hat ihr Führungsstil beeindruckt.
 
Ihr schönstes Erlebnis im Beruf ?
Es gab schon sehr viele schöne Erlebnisse. Besonders viel Spaß haben mir im Lokaljournalismus immer die Geschichten gemacht, bei denen ich Zeit hatte, eine Person kennen zu lernen und ein wenig über ihr Leben zu erfahren. In meiner Zeit in Brüssel hatte ich die Chance, in Hintergrundgesprächen einen detaillierten Einblick in die deutsche und europäische Politik zu bekommen. Aufregend für mich war definitiv der Besuch des Papstes in Straßburg im November 2014.
 
Was halten Sie für unerlässlich für einen Journalisten?
Sich für den Menschen zu interessieren, sich Zeit zu nehmen und aktiv zuzuhören. Hier gibt es oft die spannendsten Geschichten zu erfahren.
Und dann natürlich auch: „Up-to-date“ zu bleiben. Keine Angst vor neuen Medien zu haben, Freude am Erkunden der vielen neuen Sozialen Netzwerke, Tools und Apps. Das kann ich in meiner jetzigen Position im Bistum Münster am Rande auch immer wieder ausprobieren.
 
Wie bringen Sie Privatleben und Beruf unter einen Hut?
Ich versuche, konzentriert und gut organisiert zu arbeiten, um dann die freien Tage und Wochenenden umso mehr zu genießen.
 
Warum sind Sie in der GKP? Wer hat Sie hineingebracht? Was hält Sie?
Auf die GKP hingewiesen hat mich mein damaliger Abteilungsleiter bei der Konrad-Adenauer-Stiftung, Marcus Nicolini. Und als wir mit den Kollegen des Bistums Münster im vergangenen Jahr das Erzbistum Köln besuchten,  haben Thomas Mollen und Stephan Kronenburg nochmals fleißig für die GKP und ihre Vorzüge geworben. Danach konnte ich dann nicht anders, als meine Mitgliedschaft schon mal auf einem Bierdeckel zu unterschreiben. Zu Hause habe ich dann das „echte“ Beitrittsformular ausgefüllt.
Ich schätze an der GKP den Austausch mit Kolleginnen und Kollegen bei Stammtischen oder auch zum Beispiel beim GKP-Treffen während des Katholikentages aus unterschiedlichen journalistischen Feldern.
 
Was erwarten Sie von der GKP?
Ein gutes Netzwerk von Journalisten, die gemeinsame Positionen finden und auch meine Interessen vertreten.

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