7 Fragen an Daniel Heinze

Daniel Heinze (40), seit 2017 in der GKP, arbeitet in Leipzig als katholischer Hörfunkredakteur im Auftrag des Bistums Dresden-Meißen für mehrere sächsische Privatsender (u.a. RADIO PSR, R.SA) und moderiert verschiedene Magazin- und Verkündigungsformate. Zudem ist er für die Radioholding REGIOCAST als Texter und Kreativer im Bereich On-Air-Kommunikation tätig. In seiner Freizeit macht er Musik und tritt regelmäßig solo oder mit seinem Trio 2zueins! auf.  Weitere Infos auf danielheinze.de.

Ihr persönlicher Weg zum Journalismus?

Schon als Kind wollte ich zum Radio und habe - das ist wohl ein echter Klassiker - eigene Sendungen auf Kassette aufgezeichnet, die sich meine unglaublich geduldigen Eltern dann in voller Länge anhören mussten. Als Teenager schrieb ich dann die ersten Nachrichten und Berichte für unsere Lokalzeitung, mit 16 wurde ich freier Mitarbeiter beim Radio. Prägend war zudem ein Jugend-Journalismuswettbewerb in der Schweiz im Jahr 1993, bei dem ich den damaligen Reuters-Chef in Zürich interviewen - ach was, ausquetschen! - durfte.  

Ihre Vorbilder?

Wenn journalistisches Können, Entertainmentqualitäten und die Überzeugung, dass man sein Publikum auch mal fordern darf, mischen, dann bin ich schnell Fan. Daher mag ich Leute wie Roger Willemsen, Christine Westermann, John Oliver oder Benjamin von Stuckrad-Barre. Vorbilder im Radiobereich sind u.a. Scott Mills (BBC), Dieter Kassel (Deutschlandfunk Kultur) und Holger Klein (RBB).

Ihr schönstes Erlebnis im Beruf?

Das kann ich so klar nicht beantworten. Ich feiere in diesem Jahr mein 20. Dienstjubiläum und im Grunde hatte jedes Jahr andere Highlights: beeindruckende Interviews, spannende Begegnungen, neue Sendungen, Formate miterfinden, aber auch bewusst aufbrechen … Radio macht mir Spaß wie am ersten Tag - stategisch, „hinter den Kulissen”, genauso wie Tag für Tag am Mikrofon.

Was halten Sie für unerlässlich für einen Journalisten?

Neugier. Interesse an Menschen, Themen, Geschichten. Ein Gewissen. Gutes Handwerkszeug. Empathie. Und eine eigene Meinung, die im passenden Kontext auch zur journalistischen Arbeit dazu gehören sollte.

Wie bringen Sie Privatleben und Beruf unter einen Hut?

Indem ich konsequent zwei Kalender penibel pflege - den im Dienst für die täglichen Termine, Meetings, Interviews, Produktionen. Und den für die Zeit außerhalb des Funkhauses. Und indem ich nach und nach lerne, auch mal „Nein” zu sagen zu manchen Anfragen, die weniger Privatleben bedeuten würden.

Warum sind Sie in der GKP? Wer hat Sie hineingebracht? Was hält Sie?

Das sind ja gleich drei Fragen auf einmal! :) Warum? Weil mich das Konzept der Gesellschaft und die Möglichkeit zum Netzwerken reizen und überzeugen. Wer? Ganz klar: Nicole Stroth, Rafael Ledschbor und die bemerkenswerte Beharrlichkeit der beiden, für die ich inzwischen sehr dankbar bin. Was mich hält? Ich bin doch gerade erst neu dabei - bitte fragen Sie doch in fünf oder zehn Jahren nochmal nach!

Was erwarten Sie von der GKP?

Spannende Begegnungen mit interessanten, kompetenten und aufgeschlossenen Kolleginnen und Kollegen, die auch einen persönlichen katholischen Background haben. Das war zumindest beim Eintritt meine große Hoffnung, die sich bislang voll und ganz erfüllt hat.

 

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